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Auch wenn es für Werder gegen Mainz um nichts mehr geht, will Trainer Florian Kohfeldt die Punkte nicht herschenken.

Vor dem Mainz-Spiel

Eine Frage der Motivation

Bremen - Die Saison ist im Grunde vorbei, denn sportlich hat das Ergebnis des Spiels des SV Werder bei Mainz 05 (Samstag, 15.30 Uhr) keinerlei Auswirkungen mehr auf das Glück beider Teams - was die Frage aufwirft, ob die Profis tatsächlich noch hoch konzentriert und voll motiviert in die Partie gehen.

Für Werder Bremen gilt, was Sportchef Frank Baumann fordert: „Dieser Antrieb muss von jedem Spieler selbst kommen.“ Dann gab der Ex-Profi einen kleinen Einblick in seine Zeit als aktiver Spieler. „Ich kann mich nicht daran erinnern, dass wir früher mal irgendetwas abgeschenkt hätten“, sagte der 42-Jährige, ehe ein breites Grinsen über sein Gesicht huschte.

Denn eine Einschränkung, die gibt es da bekanntlich doch. Mai 2004, Werder hatte durch einen 3:1-Sieg bei den Bayern bereits die Meisterschaft eingefahren, musste danach aber noch zwei Mal in der Liga ran. Mit grün-orange gefärbten Haaren (und im Einzelfall vermutlich noch reichlich Restalkohol im Blut) liefen die Spieler zum letzen Heimspiel gegen Bayer Leverkusen auf - am Ende setzte es eine deftige 2:6-Klatsche, nach der es die Schale aus den Händen von Rudi Völler gab. Am letzten Spieltag folgte ein 1:3 in Rostock. „Das war damals etwas anderes“, schmunzelte Baumann, der mit Werder eine Woche nach dem Rostock-Spiel auch noch den DFB-Pokal gewann.

Kohfeldt: „Wir nehmen das Spiel sehr ernst“

Von Titeln und Meisterschaften ist die aktuelle Mannschaft zwar meilenweit entfernt - eine „Wir-lassen-es-jetzt-locker-angehen“-Ausnahme gibt es dieses Mal nicht. „Wir wollen in Mainz noch einmal 90 Minuten Vollgas geben“, betont Baumann. Florian Kohfeldt sieht es genauso. „Wir nehmen das Spiel sehr ernst.“ Der Werder-Trainer hat freilich auch registriert, dass es für Mainz ebenfalls um nichts mehr geht.

„Ob es deshalb ein Fußballfest wird, kann ich nicht sagen. Wir wollen uns jedenfalls mit einer guten Leistung verabschieden, und zu einer guten Leistung gehören auch Punkte.“ Davon hänge auch ab, mit welchem Gefühl es für die Bremer in den Urlaub geht. „Wenn du verlierst, beschäftigt es dich noch die ersten vier, fünf Tage.“

Dass Gegner Mainz nach geschafftem Klassenerhalt zu Wochenbeginn bereits kräftig auf Ibiza gefeiert hat, hat für Kohfeldt keine Aussagekraft über die Motivation des Gegners. „Ich kann verstehen, dass die Freude nach dem Sieg in Dortmund und dem Klassenerhalt bei ihnen groß war. Das kann man doch nachvollziehen.“

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