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Florian Kainz schießt in der 22. Minute den Ausgleich für Werder.

Werder gewinnt Saison-Finale

2:1: Theo und Kainz machen‘s in Mainz

Mainz - Ein Sieg zum Abschluss sollte es sein, ein Sieg zum Abschluss ist es geworden. Mit einem 2:1 (1:1)-Erfolg bei Mainz 05 verabschiedete sich Werder Bremen am Samstag aus der Saison.

Nach zuvor fünf sieglosen Spielen holten sich die Bremer so das gute Gefühl für den Sommerurlaub. Mit 42 Punkten kletterte das Team in der Abschlusstabelle noch auf Rang 11. Für die Verteilung der TV-Gelder bedeuten die Resultate des letzten Spieltags ein Plus von vier Millionen Euro für die Bremer. Bedanken dürfen sich dafür alle bei Theodor Gebre Selassie. Der Tscheche, kurz „Theo“ genannt, hatte in der 79. Minute den Siegtreffer geköpft. Zuvor hatten Jean-Philippe Gbamin (12.) für Mainz und Florian Kainz (22.) für Werder getroffen.

Die Opel Arena war nicht nur in schönsten Sonnenschein, sondern auch in tiefes Rot getaucht. Nahezu jeder Mainzer Fan war im Trikot gekommen, um sein Team anständig gekleidet für den schon eine Woche zuvor perfekt gemachten Klassenerhalt zu feiern. Und in einer Ecke des ausverkauften Stadions feierten tausende Grün-Weiße einfach mit.

Die Stimmung im Bremer Block war prächtig – aber nicht allein wegen des guten Wetters, sondern weil alle gut gelaunt den historischen Abstieg des Nordrivalen Hamburger SV erwarteten. So wurde es schon wenige Sekunden nach dem Anpfiff richtig laut in der Arena – die Bremer bejubelten die Blitz-Führung des HSV-Konkurrenten VfL Wolfsburg gegen Köln. Das war ganz nach dem Geschmack der Gäste-Fans.

Moisander fiel kurzfristig aus

Was ihnen nicht gefallen konnte, waren die Entwicklungen in der Bremer Innenverteidigung. Milos Veljkovics Ausfall stand schon am Donnerstag fest, nach dem Aufwärmen musste dann auch Niklas Moisander seine Comeback-Vorbereitung abbrechen. Die muskulären Probleme, die ihn zu einer Pause von zwei Spielen gezwungen hatte, waren zurückgekehrt. Moisander musste passen. Weshalb Werder-Coach Florian Kohfeldt auf eine Not-Innenverteidigung mit Sebastian Langkamp und Marco Friedl setzen musste. Innenverteidiger Luca Caldirola hatte erst gar nicht im Kader gestanden.

Die neu zusammengestellte Abwehr braucht Zeit, sich zu organisieren. Und bevor es ihr gelungen war, stand es auch schon 1:0 für Mainz. Jean-Philippe Gbamin hatte mit einem nicht unhaltbaren Schuss von der Strafraumgrenze getroffen (12.). Friedl und Langkamp waren dabei nicht besonders gut im Bilde gewesen.

Fotostrecke: Werder gewinnt Saisonfinale bei Mainz 05

Werder Bremen gegen Mainz 05.
Werder Bremen gegen Mainz 05. © dpa
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Werder Bremen gegen Mainz 05. © gumzmedia
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Mainz, das mit einem Serie von neun Punkten aus den vier vorangegangenen Spielen den Klassenerhalt geschafft hatte, schien weiter auf der Erfolgswelle zu surfen. Aber Werder antwortete! Eine Hereingabe von Maximilian Eggestein drückte Florian Kainz, der auf der linken Seite den Vorzug vor Kapitän Zlatko Junuzovic bekommen hatte, über die Linie (22.). Es war der verdiente Lohn für druckvolle Minuten nach dem Rückstand.

Werder probierte es in der Folge immer wieder über außen und bestimmte das Spiel. Möglicherweise machte sich bei Mainz schon die mehrtägige Party-Sause auf Ibiza bemerkbar. Aber zwingend wurden die Bremer nicht.

Werder-Kurve feiert noch einen Wolfsburger Treffer

Dagegen erfuhr die Geschichte der verletzten Innenverteidiger eine Fortsetzung. Nach 37 Minuten musste auch noch Veljkovic-Vertreter Langkamp mit einer Muskelverletzung vom Platz. Eine Seuche! Die Kohfeldt mit folgender Umstellung: Theo Gebre Selassie rückte von rechts in die Mitte auf die Langkamp-Position, Maximilian Eggestein übernahm Gebre Selassies Part und Jerome Gondorf rückte als frische Kraft ins Mittelfeld.

So viele Notlösungen, so viel Durcheinander. Und doch war der SV Werder im Spiel um die goldene Ananas das bessere Team. Max Kruse kam zwischen der 47. und 53. Minute zu einem Chancen-Hattrick, dann meldete sich Mainz mit einem Lattenknaller durch den Ex-Bremer Levin Öztunali (55.). Und die Bremer Fans feierten nochmal einen Wolfsburger Treffer. Unschön allerdings und sicherlich mit Konsequenzen für den Verein: Wiederholt brannten Bengalos im Bremer Block.

Dem Spiel ging derweil nach und nach die Struktur verloren. Mainz wirkte nicht mehr wirklich fit und motiviert, Werder fehlte indes trotz einer Vielzahl an Angriffen die zündende Idee vor dem Tor. Passend dazu fiel der Siegtreffer nach einem Eckball. Gebre Selassie hatte den richtigen Riecher, drückte den Ball per Kopf über die Linie (79.). Kurz vor Schluss rettete bei einem Schuss von Muto noch der Pfosten für Werder - und dann war Schluss: Werder siegt, Mainz feiert, alle glücklich.

Werder-Fans in Mainz

Werder-Fans in Mainz.
Werder-Fans in Mainz. © gumzmedia
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Werder-Fans in Mainz. © gumzmedia
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Werder-Fans in Mainz. © gumzmed ia

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