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Gibt es gegen Mainz 05 wieder eine Max-Kruse-Show?

Auswärtsspiel in Mainz

384 Minuten sind rum: Lässt Kruse es heute wieder krachen?

Bremen - Die ganz große Max-Kruse-Show ist schon ein bisschen her. Genauer: In zwei Wochen jährt es sich zum ersten Mal, dass Kruse den SV Werder mit einem Hattrick gegen Hannover 96 aus der Krise schoss. Am Ende stand es 4:0, und Werder feierte im zweiten Spiel unter Trainer Florian Kohfeldt den ersten Saisonsieg. Vor allem dank Max Kruse und seinen drei Toren.

Sieben Monate zuvor war ihm gegen den FC Ingolstadt sogar einmal ein Viererpack gelungen, doch in letzter Zeit klappt es mit dem Toreschießen längst nicht mehr so gut bei dem Kapitän. In die Partie bei Mainz 05 geht er heute mit der Saisonzwischenbilanz von nur zwei Treffern. Und in der vergangenen Saison folgten dem Hattrick gegen Hannover am zwölften Spieltag nur noch drei weitere Tore.

Kruse: „Gucke mehr auf die Mannschaftsleistung“

Über diese Ausbeute kann man sich wundern oder aber die Erklärungen Max Kruses ernstnehmen. Seine Rolle auf dem Platz sei längst nicht mehr die, die es früher einmal war. „Es ist ein bisschen anders geworden. Grundsätzlich geht es darum, das Zentrum zu besetzen, die Innenverteidiger zu binden und damit den Jungs, die hinter mir spielen, das Spiel zu öffnen“, sagt der 30-Jährige und rückt den Teamgedanken in den Vordergrund: „Ich gucke mehr auf die Mannschaftsleistung.“ Die sei mit nur zwei Niederlagen in neun Spielen bislang „okay“.

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Ist sie auch. Und grundsätzlich gibt es auch über Kruses Einsatz auf dem Platz nicht viel zu meckern. Er spielt clever, schafft Räume, setzt Mitspieler in Szene. Nur die persönliche Bilanz sieht eben nicht so gut aus wie in vergangenen Jahren. Zwei Tore, zwei Assists in der laufenden Saison – da geht doch noch mehr, oder Max Kruse? „Es könnte besser sein“, räumt der Angreifer ein und verspricht: Da kommt noch was! „Wir sind erst am Anfang der Saison, haben noch viele Spiele vor uns. Erst am Ende der Saison zählt es.“ Dann will er wieder der Top-Scorer des Teams sein. So wie 2016/17 mit 15 Toren und sieben Vorlagen. Oder 2017/18, als er auf sechs Tore und acht Assists kam.

Immerhin zeigt sich im Verhältnis Torerfolg zu gespielten Minuten wieder ein leichter Aufwärtstrend. In der Spielzeit 16/17 traf Kruse durchschnittlich alle 136 Minuten. 17/18 waren es dann schon 409 Minuten. Aktuell steht er bei 384 Minuten pro Tor. Das ist nicht überragend, lässt aber speziell für die Partie in Mainz heute hoffen. Denn dann ist Kruse mal wieder an der Reihe – und zwar schon in Minute eins. Mit Anpfiff sind seit seinem Treffer zum 3:1 gegen Hertha BSC nämlich exakt 384 Minuten rum. Es ist also Zeit für die nächste Max-Kruse-Show.

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