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Jiri Pavlenka kommt heraus, doch John Anthony Brooks erreicht den Ball zuerst - das 1:0 für den VfL Wolfsburg im Spiel gegen Werder Bremen.

„Wir waren in diesem Moment nicht bereit“

Abseitstor? Werder sucht die Schuld lieber bei sich selbst

Wolfsburg – Die Bremer hätten sich durchaus beschweren können – mal wieder. Denn der Wolfsburger Führungstreffer war regeltechnisch durchaus diskutabel.

Aber Werder wollte diesmal keine Schiedsrichter-Diskussion führen, suchte die Schuld lieber bei sich selbst. Und dabei nahm Trainer Florian Kohfeldt seinen Keeper Jiri Pavlenka ausdrücklich aus der Verantwortung.

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Pavlenkas kommt heraus - und verfehlt

Der Tscheche hatte nicht gut ausgesehen, als in der 54. Minute ein Freistoß von Maximilian Arnold in den Strafraum segelte und John Anthony Brooks die Kugel per Kopf ins Tor beförderte. Die Fäuste des offenbar zu spät herausgestürmten Pavlenka schlugen ins Leere. „Wenn er auf der Linie bleibt, kann er den niemals halten“, urteilte Kohfeldt: „Mir ist dann ein Torwart 1.000 Mal lieber, der es zumindest probiert.“

Außerdem sei es alles andere als angenehm, wenn gleich vier Gegner auf einen zufliegen würden. Denn Werder hatte ein ganzes VfL-Quartett unbegleitet in den Strafraum eindringen lassen. Was wie eine Abseitsfalle wirkte, war aber gar keine. „Wir spielen in so einer Situation nicht auf Abseits – nie!“, stellte Kohfeldt unmissverständlich klar und ärgerte sich: „Wir waren in diesem Moment nicht bereit. Normalerweise lassen wir uns diagonal Richtung Tor fallen, um auch den hinteren Ball noch bekommen zu können.“

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Keine Vorwürfe an den Schiedsrichter

Doch alle Bremer schauten nur zu – bis auf Pavlenka. Vor dem Keeper tauchten allerdings auch zwei Wolfsburger auf, die beim Freistoß knapp im Abseits gestanden hatten. Torschütze Brooks dagegen nicht. In vergleichbaren Situationen wurde in der Vergangenheit durchaus auf Abseits entschieden, weil der Torwart behindert worden sein könnte.

Aber Schiedsrichter Daniel Siebert entschied sich nach Rücksprache mit dem Video-Assistenten in Köln dafür, den Treffer zu geben. „Es war auch kein klarer Fehler“, meinte Sportchef Frank Baumann – und Kohfeldt sagte: „Grundsätzlich finde ich es richtig, dass diese knappen Szenen nicht abgepfiffen werden.“

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