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Adi Hütter ist erst seit zwei Monaten Trainer bei Eintracht Frankfurt, Wettanbieter sehen in ihm aber schon den Top-Kandidaten für die erste Trainerentlassung der Saison.

Frankfurter Trainer war Kandidat in Bremen

Adi Hütter: Fast bei Werder, nun gegen Werder

Bremen - Es ist eine dieser „Was wäre, wenn...“-Geschichten im Fußball. Was wäre, wenn bei Werder Bremen nach der Entlassung von Trainer Alexander Nouri im Herbst 2017 nicht Florian Kohfeldt übernommen hätte, sondern Adi Hütter?

Hätten die Bremer trotzdem überraschend früh den Klassenerhalt eingetütet? Würden sie jetzt tatsächlich Europa als Saisonziel ausrufen? Alles Mutmaßungen. Klar ist nur: Hütter stand damals auf dem Zettel der Bremer. Das hatte Hütter in der Vergangenheit schon verraten, gegenüber der „Bild“ erklärte er nun nochmal: „Es kam einfach zu früh. Weil ich gespürt habe, dass wir mit Bern noch einen großen Erfolg erreichen konnten. Und weil im Winter einige Spieler auch wegen mir geblieben sind.“ Hütter gab also Werder einen Korb, führte Young Boys Bern zur ersten Schweizer Meisterschaft seit 32 Jahren - und machte in Bremen indirekt den Weg frei für Florian Kohfeldt.

Baumann bestätigt: Hütter war ein Kandidat

Kohfeldt schlug ein, das Thema Adi Hütter ist daher bei Werder schon lange abgehakt. Hütters Name wird in diesen Tagen nur deshalb nochmal interessant, weil der Österreicher am zweiten Spieltag der Bundesliga-Saison den Bremern gegenübersteht. Der 48-Jährige ist als Nachfolger von Niko Kovac nun Trainer bei Eintracht Frankfurt und trifft am Samstag (15.30 Uhr) mit seinem neuen Club auf seinen Fast-Club aus dem letzten Herbst.

Auf Nachfrage nahm auch Werders Sportchef Frank Baumann bei der Pressekonferenz am Donnerstag nochmal Stellung zu Hütter und bestätigte: „Es ist kein Geheimnis, dass wir uns nach der Trennung von Alex mit dem einen oder anderen Trainer beschäftigt haben. Adi Hütter war einer davon.“ Wie intensiv die Gespräche waren, wie nah oder weit weg Werder damals davon war, Hütter aus der Schweiz loszueisen, das wollte Baumann nicht verraten. „Wir sind sehr glücklich mit Florian Kohfeldt“, betonte der Sportchef lieber, „und Frankfurt wird glücklich mit Adi Hütter sein. Alle sind zufrieden, alles ist gut.“

Hütter Top-Anwärter auf erste Trainerentlassung

In Frankfurt wird man das wohl kaum verneinen, von Glückseligkeit ist man bei der Eintracht derzeit aber auch ein ganzes Stück entfernt. Nach dem 0:5 im Supercup gegen die Bayern und dem Erstrundenaus im DFB-Pokal beim Regionalligisten SSV Ulm herrscht früh große Unruhe bei den Hessen. Hütter ist auch trotz eines 2:0-Sieges am ersten Spieltag gegen den SC Freiburg bei den Wettanbietern Top-Kandidat auf die erste Trainerentlassung der Saison. Wer hätte das gedacht?

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