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Eigentlich verstehen sich Andre Breitenreiter (r.) und Florian Kohfeldt gut. Vor dem Spiel gegen Werder setzt Hannovers Coach trotzdem lieber auf Geheimtraining.

Vor dem Rückrunden-Start

Hannover 96: Geheimtraining als Schutz gegen Werder-Spionage

Die Aktion hatte hohe Wellen geschlagen: Vor dem Spiel gegen die TSG Hoffenheim hatte Werder Bremen versucht, mit einer Drohne das Geheimtraining des nächsten Gegners auszuspionieren.

Ein Kapitel Bundesliga-Gegenwart, das verrückt anmutet, aber offenbar längst zum Alltag gehört - und die Frage aufwirft: Wie intensiv werden dann erst öffentliche Trainingseinheiten von Scouts beobachtet? Jetzt jedenfalls trifft der erste Verein Maßnahmen, um sich explizit vor der Werder-Spionage zu schützen. Hannover 96 trainiert in der Woche vor dem Rückrunden-Start ausschließlich geheim.

„Wir haben einige angeschlagene Spieler und wollen auch noch das eine oder andere einstudieren: Dabei wollen wir uns diese Woche vom Gegner nicht in die Karten schauen lassen“, erklärt 96-Trainer Andre Breitenreiter auf der Clubhomepage, „auch weil wir wissen, dass die Bremer das Training des jeweiligen Gegners immer intensiv beobachten.“

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Kohfeldt war Breitenreiters Praktikant

Spannende Randnotiz dabei: Breitenreiter und Florian Kohfeldt kennen sich besonders gut, der heutige Bremer Coach war 2014 Breitenreiters Praktikant beim SC Paderborn. Kohfeldt kennt also die Arbeit des Ex-Chefs und könnte mit ein paar Zusatzinformationen aus der Trainingswoche möglicherweise noch mehr anfangen als die meisten anderen Bundesliga-Trainer. Und auch Breitenreiter dürfte ungefähr wissen, wie Kohfeldt tickt.

Das Geheimtraining soll kein Dauerzustand beim aktuellen Tabellenvorletzten sein. Zumindest Werder, Kohfeldt und die Bremer Scouts werden jetzt aber erstmal ausgesperrt. Vielleicht sollte Breitenreiter während der nächsten Trainingseinheiten trotzdem ab und zu mal den Himmel nach kleinen Ufos absuchen.

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