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Werder-Trainer Florian Kohfeldt (r.) kann die Kritik an seinem Stuttgarter Kollegen Tayfun Korkut nicht verstehen.

Werder-Coach erinnert an gute VfB-Zeit

Kohfeldt verteidigt Korkut: „Verstehe die Diskussion nicht“

Bremen - Sie sind beide in der vergangenen Saison als Retter engagiert worden und haben ihren Auftrag mehr als erfolgreich erfüllt, doch jetzt könnte es Florian Kohfeldt und Tayfun Korkut kaum unterschiedlicher gehen.

Kohfeldt ist mit Werder Dritter, Korkut mit dem VfB Stuttgart Tabellenvorletzter der Fußball-Bundesliga. Verliert der VfB-Coach am Samstag das Heimspiel gegen seinen Bremer Kollegen, droht ihm die Entlassung. Kohfeldt könnte das nicht verstehen und macht Werbung für seinen Gegner.

„Ich verstehe die ganze Diskusion um Tayfun Korkut nicht“, sagte Kohfeldt auf der Pressekonferenz für das Spiel in Stuttgart. Im Schwabenland wird kritisiert, dass der VfB zu defensiv agiert, sich zu selten und zu ungefährlich nach vorne traut. „In der vergangenen Saison war es so, dass der VfB kompakt stand und auf einzelne Aktionen nach vorne gesetzt hat. Aber jetzt ist der VfB offensiv ausgerichtet und versucht, das Spiel selbst zu gestalten.“

Kohfeldt: „Das ist für mich grenzwertig“

Sonderlich erfolgreich war das bislang allerdings nicht. Am Mittwochabend setzte es die dritte Pleite, beim 0:2 in Leipzig waren die Stuttgarter fast chancenlos. Mit nur zwei Punkten aus fünf Spielen stehen die Schwaben auf einem Abstiegsplatz.

„Man sollte nicht vergessen, dass Tayfun den VfB zu einer überragenden Rückrunde geführt hat. Wir sind jetzt nur fünf Spiele weiter, einige Spiele sind für den VfB auch unglücklich verlaufen. Außerdem haben sie auch schon gegen die Bayern gespielt. Jetzt seine erfolgreiche Arbeit in Frage zu stellen, ist für mich grenzwertig“, meinte Kohfeldt und meinte mit Blick auf die Partie am Samstag in Stuttgart: „Natürlich hoffe ich, dass wir gewinnen. Aber wir wollen nicht für eine Trainerdiskussion sorgen, das wäre der Sache nicht angemessen.“

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