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Werder-Trainer Florian Kohfeldt (l., mit Nuri Sahin) muss es schaffen, dass seine Spieler wieder an seine Ideen und ihre Stärken glauben, kommentiert DeichStuben-Reporter Björn Knips.

Werders Ergebniskrise

Kommentar: Kohfeldt muss neuen Mut einimpfen

Ein Kommentar von Björn Knips. Max Kruse hatte in der Schlussphase tatsächlich den Ausgleich auf dem Schlappen. Und so konnten die Werder-Verantwortlichen schön darauf verweisen, dass gegen diesen plötzlich wieder so großen FC Bayern München wirklich etwas drin gewesen war – zumindest ein Punkt.

Doch das ist nichts anderes als Fußballer-Logik, so kann man sich fast jedes Spiel schön reden. Die Werder-Pleite gegen die Bayern war die erste absolut verdiente in dieser Saison. Da hatte es sogar bei der 2:6-Heimklatsche gegen Leverkusen und beim 1:3 gegen Mönchengladbach leistungsmäßig besser ausgesehen.

Die Frage ist nun: Waren die Bayern so stark oder Werder so schlecht? Beides stimmt. Der Rekordmeister ist wahrlich nicht der Maßstab für die Bremer. In normaler Verfassung schlagen die Münchner in der Bundesliga jede Mannschaft, nur war bei ihnen in dieser Saison ziemlich wenig normal.

Ergebniskrise wird mehr und mehr zur Kopfsache

Deshalb durfte auch Bremen von einem Coup träumen. Doch der Zeitpunkt dafür konnte ungünstiger nicht sein. Denn just in dem Moment, in dem die Bayern zurück in die Spur fanden, sind die Bremer von ihrem Weg abgekommen. Natürlich hat das etwas mit individueller Qualität zu tun. Und natürlich ist es ärgerlich, dass gleich mehrere Werder-Profis wie zum Beispiel Davy Klaassen und Maximilian Eggestein ins Formtief gerutscht sind.

Taktik-Analyse: Kohfeldts Anti-Bayern-Plan ging nicht auf

Schlimmer ist aber: Werders Ergebniskrise mit nur einem Punkt aus den vergangenen fünf Spielen wird mehr und mehr zur Kopfsache. Das war schon gegen die Bayern zu beobachten. Trotz des Punktgewinns in Freiburg wirkten die Bremer längst nicht mehr so mutig. Die Angst vor Fehlern sitzt ihnen plötzlich im Nacken. Das ist Gift für das Werder-Spiel. Denn ohne Selbstbewusstsein funktioniert der gewünschte Ballbesitz-Fußball nicht.

Nun ist Florian Kohfeldt gefordert! Der Trainer muss es schaffen, dass die Spieler wieder mehr an seine Ideen und ihre Stärken glauben. Mit seinem Siegversprechen für das Heimspiel gegen Düsseldorf hat er den nötigen Mut schon mal vorgelebt.

Mittlerweile bestätigte uns Berater Marc Kosicke, dass Florian Kohfeldt seinen Vertrag bei Werder Bremen über das Jahr 2021 hinaus verlängern möchte.

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