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Werder-Stürmer Martin Harnik hofft auf einen Startelf-Einsatz gegen Eintracht Frankfurt am Samstag.

Werder gegen Frankfurt am Samstag

Harnik: Nach 3.395 Tagen wieder im Team?

Aber jetzt! Jetzt ist er endlich bereit! 3.395 Tage werden am Samstag vergangen sein, seit Martin Harnik zum letzten Mal für den SV Werder ein Pflichtspiel bestritten hat.

Es war kein schönes Ende, denn Werder verlor ein Heimspiel gegen gegen den Karlsruher SC mit 1:3. Anschließend standen zwar noch die Finals im DFB-Pokal und Uefa-Cup an, doch in beiden Partien blieb der damals noch 21 Jahre alte Harnik auf der Bank. Nun ist er zurück bei Werder und kann – nachdem er den Saisonstart wegen eines Muskelfaserrisses verpasst hatte – gegen Eintracht Frankfurt auch spielen. „Ich bin schmerzfrei und guter Dinge, dass ich dabei sein kann“, sagte der Stürmer.

Keine leichte Wahl für Kohfeldt

Nicht dabei zu sein, ist etwas, was Harnik kaum ertragen kann. Das war 2009 schon so, als er sowohl im Uefa-Pokal-Endspiel gegen Schachtjor Donezk (1:2) als auch im DFB-Pokal-Finale gegen Bayer Leverkusen (1:0) nicht zum Einsatz kam, und ist heute nicht anders.

Als die neuen Kollegen zum Bundesliga-Start gegen seine alten Kollegen von Hannover 96 nur 1:1 spielten, saß er verletzt, genervt und nervös auf der Tribüne. „Ich bin ein ganz schlechter Zuschauer“, verriet Harnik auf der Pressekonferenz vor dem zweiten Spieltag – und wenn in diesem Moment nicht Cheftrainer Florian Kohfeldt neben ihm gesessen hätte, hätte Harnik vielleicht noch mehr über seinen Anspruch gesagt, in Frankfurt spielen zu wollen. So aber äußerte er artig, diese Entscheidung dem Trainer zu überlassen.

Es wird keine leichte Wahl für Coach Kohfeldt, das ist klar. Sieben Angreifer kämpfen um drei Plätze in der Startelf, und Harnik müsste schon Yuya Osako oder Florian Kainz verdrängen, um in die Startelf zu rutschen. „Harte Entscheidungen gehören dazu“, sagte Kohfeldt zum üppigen Stürmerangebot und der Tatsache, dass er auch prominente Profis wie vielleicht Harnik auf die Bank setzen muss. Oder darf, ganz wie man will. Der Trainer genießt es jedenfalls, „zwischen verschiedenen Qualitäten und Typen auswählen zu können“.

Harnik fände es freilich nicht lustig, nur auf der Bank zu sitzen. Er will endlich loslegen bei Werder, endlich gemeinsam mit seinem Kumpel Max Kruse in der Bundesliga spielen, endlich erste Wahl sein bei Werder. 2009, als Harnik ging, standen ihm Spieler wie Hugo Almeida, Markus Rosenberg und Claudio Pizarro im Weg. Wie Harnik ist auch Pizarro zu Werder zurückgekehrt – mit fast 40 Jahren. Und während sich viele an Pizarros Alter stoßen, findet Harnik das alles super. Lachend sagte er: „Seit Claudio da ist, gehöre ich wieder zu den jungen Spielern.“

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