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Olaf Thon ist optimistisch, dass es für seine Schalker wieder aufwärts geht.

„Wir lassen Werder in der Tabelle in dieser Saison den Vortritt“

Olaf Thon über Schalker Schnappatmung und Werders Qualität

Gelsenkirchen - Nach einem komplett verkorksten Saisonstart mit fünf Niederlagen am Stückt hat der FC Schalke 04 seine Form wiedergefunden. Zuletzt gewannen die Knappen gegen Fortuna Düsseldorf (2:0), Mainz 05 (1:0) und in der Champions League gegen Lokomotive Moskau (1:0).

Olaf Thon, ehemaliger Schalker Profi und Ex-Aufsichtsratsmitglied, hat die letzten Begegnungen der „Knappen“ aufmerksam verfolgt und ist vor dem Heimspiel gegen Werder Bremen guter Dinge, was seine Königsblauen betrifft.

„Ich war in Moskau vor Ort, habe zuvor die Partie gegen Mainz gesehen. Zwei Spiele, in denen der Bock umgestoßen wurde. Ich glaube, nun geht es wieder aufwärts. Nach der Schnappatmung nach fünf Niederlagen am Stück können alle wieder gut durchatmen“, freut sich der ehemalige Spielmacher im Interview mit der DeichStube über das vorläufige Ende der Schalker Ergebniskrise.

Für Thon zählen nur Resultate

Aber: Im Gegensatz zum ansehnlichen Bremer Fußball unter Florian Kohfeldt wurde der sehr zweckmäßige Schalker Spielstil unter Domenico Tedesco zuletzt immer häufiger von Fans und Medien kritisiert.

Für Thon ist die Spielweise allerdings nicht kriegsentscheidend: „Am Ende des Tages zählen nur Siege. Es gibt aus meiner Sicht heraus nichts Schöneres als die Punkte auf dem Konto. Alles andere zählt zur B-Note. Wenn der Erfolg nicht da ist, helfen auch schöne Spielzüge und spektakuläre Beinschüsse nicht weiter.“

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„Wir lassen Werder in der Tabelle den Vortritt“

Für den kommenden Gegner Werder hat Thon allerdings durchaus Respekt. „Bremen ist ein zu beachtender Gegner, der einen tollen Lauf hat. Was sich an der Weser entwickelt, ist eine runde Sache. Gute Transfers, eine gut zusammengestellte Mannschaft, in der auch ein Claudio Pizarro seinen Teil beiträgt. Marco Bode und Frank Baumann sowie Trainer Florian Kohfeldt machen eine herausragende Arbeit“, lobt der 52-Jährige die Arbeit der Bremer Verantwortlichen. 

Ambitionen auf den ganz großen Wurf, die Deutsche Meisterschaft, kämen für Schalke und Werder aber noch zu früh. Thon: „In diesem Jahr hält sich Schalke zurück, da lassen wir Werder in der Tabelle den Vortritt. Wir Schalker machen danach mobil. Doch Meister? Nur wenn die Bayern so schwächeln wie momentan, ist dies ein realistisches Ziel. Zeigen die Münchner die gewohnte Stärke, geht es für den Rest nur um die Plätze für die Champions League.“ (mwi)

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