+
Sportchef Rouven Schröder trifft mit Mainz 05 am Samstag auf seinen Ex-Club Werder Bremen.

Mainz vor dem Spiel gegen Werder

Schröders Nachtfahrt nach Bremen - und ein spezieller Blick aufs Geld

Mainz - Von Frank Hellmann. Für Rouven Schröder bleiben Gastspiele bei Werder Bremen etwas Besonderes. Der Sportvorstand des FSV Mainz 05 ist mit seinem Lob für den grün-weißen Weg am Donnerstag nicht allein.

Gemeinhin wäre Rouven Schröder ja mit der Mannschaft am Freitag bequem nach Bremen geflogen. Aber zum Auswärtsspiel beim SV Werder (Samstag 15.30 Uhr) kann der Sportvorstand des FSV Mainz 05 wegen einer Vorstandssitzung erst verspätet anreisen. Abends mit dem Auto wird der gebürtige Sauerländer losfahren und vermutlich erst weit nach Mitternacht eintreffen. Der 43-Jährige sagte am Donnerstag gegenüber der DeichStube: „Natürlich ist ein Spiel in Bremen noch etwas Besonderes für mich.“

Schon gelesen? Offensiv-Trio um Bartels fällt gegen Mainz aus

Schröder verfolgt Weg seines Ex-Clubs Werder

Zwei Jahre hat er an der Seite des damaligen Geschäftsführers Thomas Eichin als Direktor Profifußball und Scouting die Kaderplanung der Grün-Weißen in einer schwierigen Konsolidierungsphase mitgestaltet, und natürlich verfolgt er aufmerksam, welche Entwicklung sein ehemaliger Arbeitgeber nimmt. „Es läuft dort sehr positiv. Sie waren sehr mutig, dass sie Europa als Ziel ausgegeben haben. Die größte Qualität ist es, wenn dieser Anspruch dann mit Taten untermauert wird“, lobte Schröder am Donnerstag. „Kompliment für diese Arbeit: Werder ist auf einem ordentlichen Weg.“

Er glaubt aber auch, dass der finanzielle Vorsprung dazu beitrage. Gehälter wie von Max Kruse, Davy Klaassen und wohl bald auch Maximilian Eggestein könne Mainz nicht stemmen, „das würde unser Budget komplett sprengen“. Und doch macht Schröder sich vor dem Duell nicht klein, auch wenn seine Mannschaft zuletzt sechs von sieben Bundesligaspielen verloren hat. „Samstagnachmittag, Weserstadion: Darauf freuen wir uns. In Bremen herrscht eine tolle Atmosphäre, eine sehr besondere Stimmung. Die müssen wir für uns ins Positive drehen.“

Schwarz lobt Kohfeldt: „Herausragende Arbeit“

Einfach gesagt. Denn Trainer Sandro Schwarz hat mit einer sichtlich angeschlagenen Stimme – immer wieder brach ihm förmlich das Wort weg – auf der Pressekonferenz den Finger tief in die Wunde gelegt: „Bei uns war eine Selbstzufriedenheit drin. Der eine oder andere Spannungsabfall. Das war bei der Abwehrhaltung hinten, aber auch an fehlender Zielstrebigkeit vorne zu sehen. Das ist nicht wegzudiskutieren.“ Der gebürtige Mainzer empfindet diese Phase als „frustrierend“. Motivierend wirkt allerdings der 2:1-Hinspielsieg, als leidenschaftliche Schwarz-Zöglinge einen pomadigen SV Werder überrumpelten.

Nun sind die Vorzeichen andere, auch weil Werder bekanntlich in diesem Jahr noch gar nicht verloren hat. Schwarz zollte dafür seinem Kollegen Florian Kohfeldt großen Respekt: „Er macht eine sehr gute, herausragende Arbeit. Das ist eine klare Handschrift zu erkennen.“ Werders Vorzüge seien eine flexible Ausrichtung („4-3-3 oder 4-4-2 mit Raute“), ein starker Max Kruse („Müssen wir im Kollektiv angehen“) und viel Erfahrung im Kader. Was spricht dann für die Mainzer? Die Statistik: Seit fünf Spielen sind die Rheinhessen an der Weser ungeschlagen. Und Schröder möchte auf der Rückfahrt zumindest diese Serie am Samstagabend gerettet haben.

Auch interessant

Neu und nur in der DeichStube!

DIE DEICHSTUBE ALS KOSTENLOSE APP

Die DeichStube gibt es jetzt auch als kostenlose App. Einfach downloaden!

Was denkst Du über den Artikel?

Nichts mehr verpassen

Kommentare