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Sebastian Langkamp stand gegen seinen Ex-Club FC Augsburg erstmals in der Startelf von Werder Bremen.

Viel Lob für Innenverteidiger

Langkamp: Souveräne Premiere mit Hackentrick

Augsburg - Zlatko Junuzovic war einfach nur baff, als er nach der Startelf-Premiere von Sebastian Langkamp befragt wurde.

„In der dritten, vierten Sekunde lässt er den Gegner anlaufen und legt den Ball mit der Hacke vorbei. Er hat wirklich die Ruhe weg“, schwärmte der Werder-Kapitän nach dem 3:1-Sieg in Augsburg. Andere Bremer äußerten sich ähnlich begeistert. Nur der Betroffene selbst wollte nicht sprechen. Der Wintereinkauf aus Berlin verließ wortlos die alte Wirkungsstätte.

„Ich bin froh, dass er gezeigt hat, was ich von ihm erwartet habe“, meinte Werder-Coach Florian Kohfeldt. Natürlich habe er nicht daran gezweifelt, aber so ein bisschen Ungewissheit ist da natürlich schon, wenn jemand seit über drei Monaten nicht mehr von Beginn an gespielt hat. Immerhin war Langkamp der Ort bestens vertraut gewesen.

Baumann lobt Langkamp: „Das war sehr souverän“

In Augsburg hat er von 2011 bis 2013 selbst gespielt, und dort hat er auch das letzte Mal in der Startelf gestanden, im Dezember vergangenen Jahres - damals noch im Hertha-Trikot. Werder holte ihn dann im Januar als Ersatz für den nach einer Disziplinlosigkeit aussortierten Lamine Sane. Doch Milos Veljkovic und Niklas Moisander machten das im Abwehrzentrum weiterhin so gut, dass Langkamp bislang nur zu Kurzeinsätzen kam.

Nach dem Ausfall von Veljkovic (Fußprobleme) war der 30-Jährige nun aber sofort gefragt und bot eine gute Leistung. „Das zeigt, dass er über viel Erfahrung verfügt. Er kann auch mit wenig Spielpraxis eine Topleistung abliefern“, lobte Baumann: „Das war sehr souverän. Er hatte eine gute Präsenz und gute Lösungen im Spielaufbau.“ Kohfeldt führte zudem noch Langkamps Kopfballstärke an und urteilte: „Sebastian ist einfach ein intelligenter Spieler. Er hat sich nahtlos eingefügt. Es gab überhaupt keine Abstimmungsprobleme.“

157 Bundesligaspiele hat Langkamp nun schon absolviert. Mit seinem vierten für Werder übt der Abwehrspieler durchaus Druck auf den verletzten Veljkovic aus. Der Serbe ist zwar sicherlich noch gesetzt, aber in Langkamp ist jetzt eine richtig gute Alternative bekannt. Das kann nur gut für den Saisonendspurt sein.

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