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Trainer Tayfun Korkut hat mit dem VfB Stuttgart einen Fehlstart in die Saison hingelegt.

Vor Spiel gegen Werder Bremen

Stuttgart in der Krise: Wackelt Korkut?

Stuttgart - Nur zwei Punkte aus fünf Spielen, dazu das frühe Aus im DFB-Pokal und die ernüchternde Bilanz, in fünf der sechs Pflichtspiele ohne eigenen Treffer geblieben zu sein – wer diese Fakten miteinander addiert, erhält als Summe dies: Krise beim VfB Stuttgart!

Am Samstag (15.30 Uhr) empfangen die Schwaben Super-Starter Werder Bremen in der Mercedes-Benz-Arena - und während die Gäste mit grenzenlos großem Selbstvertrauen in die Partie gehen können, stimmt beim VfB so gut wie nichts. Trainer Tayfun Korkut, in der vergangenen Saison noch der gefeierte Mann in Stuttgart, muss sich bereits die ersten unangenehmen Fragen gefallen lassen.

Korkut schert sich nicht um Kritik an seiner Person

„Dass ich mich auf Kritik einstellen muss, ist völlig normal. Wenn die Ergebnisse nicht stimmen, entstehen bei jedem Trainer und jedem Verein diese Geräusche“, sagte der Coach nach der 0:2-Niederlage bei RB Leipzig am Mittwochabend. Nach dem völlig missglückten Saisonauftakt stehen die mit internationalen Ambitionen gestarteten Stuttgarter auf dem vorletzten Platz der Tabelle. Die Investitionen in die Mannschaft – insgesamt gab der VfB mehr als 30 Millionen Euro aus – fruchten bisher nicht.

Die Offensivprobleme sind gravierend, lediglich beim 3:3 gegen den SC Freiburg traf der VfB ins gegnerische Tor. Und sonst? Totale Fehlanzeige. Logisch, dass Unruhe im Umfeld aufkommt. Erste Medien fragen bereits, ob Korkut noch der richtige Mann ist für den VfB. Der Betroffene kennt die Mechanismen, schert sich öffentlich aber nicht darum. „Ich habe nicht viel Zeit, mir darüber Gedanken zu machen, wie die Stimmung ist. Ich muss die Mannschaft auf das nächste Heimspiel vorbereiten. Denn das ist unsere nächste Chance, den Dreier zu setzen“, sagte der 44-Jährige in Leipzig.

Korkut verlor erst ein Heimspiel

Aus der Mannschaft hat der Coach nach der jüngsten Pleite demonstrativ Zuspruch bekommen. Abwehrspieler Timo Baumgartl: „Wenn man nach fünf Spielen immer die Trainer entlassen würde, hätten wir zehn Trainer pro Mannschaft in einer Saison. Von daher muss man die Frage nicht stellen.“ Kapitän Christian Gentner nahm zudem die Spieler in die Pflicht. „Entscheidend wird sein, wie wir es sehen, ob wir die Ruhe bewahren“, sagte er: „Dann nehmen wir einen neuen Anlauf. Wir wollen das Heimspiel gegen Bremen gewinnen. Und ich bin davon überzeugt, dass wir das als Mannschaft schaffen können.“

Trotz der aktuell deprimierenden Zwischenbilanz gibt es aber auch eine Statistik, die Korkut und seinem Team vor der Partie gegen Werder Mut machen könnte. Unter Korkut hat der VfB nur eins von neun Heimspielen verloren – mit 0:3 gegen Bayern München am zweiten Spieltag.

(mit sid)

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