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Eine Schrecksekunde: Werder-Torwart Jiri Pavlenka und Wolfsburgs Stürmer Admir Mehmedi waren heftig mit den Köpfen aneinander gerasselt.

Böser Crash von Pavlenka und Mehmedi

Was tun, wenn ein Spieler k.o. geht?

Bremen/Wolfsburg - Keine Frage: Als Werders Torhüter Jiri Pavlenka und Wolfsburgs Stürmer Admir Mehmedi in der elften Minute heftig mit den Köpfen zusammenstießen und auf dem Boden liegen blieben, da zuckten alle zusammen.

„Das sah schon hart aus, auch wenn man als Mitspieler so schnell nicht einschätzen kann, ob etwas Schlimmeres passiert ist“, sagte Pavlenkas Teamkollege Philipp Bargfrede am Montag. Der 30-Jährige steht einer möglichen neuen Regel, nach der Spieler in Folge eines Kopftreffers erstmal vom Platz müssen und womöglich nicht weitermachen dürfen, aber skeptisch gegenüber.

„So eine Regel einzuführen, ist schwierig, denn es lässt sich ja nicht pauschalisieren“, sagte Bargfrede: „Es gibt Szenen, die schlimmer aussehen, als sie sind.“ Im Falle Pavlenkas, der genauso wie Mehmedi weiterspielen konnte, sei die richtige Entscheidung getroffen worden. „Es geht am Ende darum, was der betroffene Spieler und die Ärzte sagen“, betonte Bargfrede.

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„Concussion Protocol“ aus der NFL als Vorbild?

Ein mögliches Lösungsmodell für das schwierige Thema liefert möglicherweise die NFL, Amerikas Profi-Football-Liga. Dort muss ein Spieler, der sich am Kopf verletzt hat, zunächst einmal vom Platz, um an der Seitenlinie genauer untersucht zu werden. Ein sogenanntes „Concussion Protocol“ wird erstellt.

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Dabei kommt der Profi auf eine bestimmte Punktzahl, die mit dem Ergebnis des gleichen Tests verglichen wird, den der Akteur im Vorfeld bei vollem Bewusstsein absolviert hat. Stellen die Mediziner Unregelmäßigkeiten fest, muss der Verletzte zur weiteren Behandlung in die Kabine. Erst wenn dort die medizinische Abteilung des Clubs sowie ein neutraler Arzt grünes Licht geben, darf der Spieler weitermachen.

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