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Schiedsrichter Marco Fritz zog im Werder-Spiel bei Bayer Leverkusen den Videobeweis zurate.

Nach Werder-Niederlage in Leverkusen

Kommentar: Der Videobeweis ist überflüssig

Ein Kommentar von Carsten Sander. Die Idee ist gut. Mehr Gerechtigkeit im Fußball – wer soll dagegen etwas einzuwenden haben? Niemand natürlich.

Allerdings hält der Einsatz des Videobeweises im deutschen Profi-Fußball bei weitem nicht, was sich seine geistigen Eltern von ihm erhofft hatten. Mehr Gerechtigkeit? Wo denn? Man muss nicht durch die grün-weiße Brille auf die Ereignisse der letzten Spiele schauen, um zu erkennen, dass es Gerechtigkeit im Fußball auch mit dem Videobeweis nicht gibt.

Dass ein rüder Einsatz des Ellbogens einerseits zur Aberkennung eines Bremer Tors führt (wie gegen Hertha BSC geschehen), andererseits eine sehr ähnliche Szene keinen Elfmeter für Werder bringt (wie in Leverkusen zu beobachten), hat mit Gerechtigkeit nur insofern etwas zu tun, als dass die eine Entscheidung richtig war. Die andere war es nicht.

Und weil beide zum Nachteil des SV Werder getroffen wurden, steht da eben doch die Ungerechtigkeit auf festen Füßen und dreht dem Videobeweis eine lange Nase. Also: Ist der Referee am Monitor überflüssig? Ja, ist er. Weil er seinen Auftrag nur hin und wieder erfüllt – und das reicht eben nicht, um aus einer guten Idee tatsächlich auch eine Errungenschaft zu machen.

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