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Die Unzufriedenheit über das 2:2 steht Max Kruse ins Gesicht geschrieben.

Werder wird immer stärker, macht aber gegen Frankfurt den Sack nicht zu

Das ist alles kein Zufall mehr

Bremen – Florian Kohfeldt war gefrustet, schwer gefrustet. Nach dem verpassten Heimsieg beim 2:2 (1:1) gegen Eintracht Frankfurt ärgerte sich der Werder-Coach enorm über einige Entscheidungen des Schiedsrichters Markus Schmidt und dabei speziell über das Verhalten des Video-Assistenten.

Doch dann gab es in seiner letzten Medienrunde des Abends die Vollbremsung mit dem Satz: „Lasst uns über ein geiles Fußballspiel reden.“ Das war es nämlich, vielleicht sogar eines der besten Werder-Spiele der letzten Monate, aber eben auch mal wieder eines ohne Sieg – wie schon gegen Hoffenheim und in Leipzig.

Gegen die Kellerkinder Nürnberg und Augsburg kann Werder nach oben sprinten

„Um nach Europa zu kommen, müssen wir diese Spiele gewinnen“, haderte Abwehrchef Niklas Moisander. Es war kein Schimpfen. Dazu gab es nach der starken Leistung auch keinen Grund. Zumal sich die Ausgangslage seit Jahresbeginn mit Blick auf die internationalen Plätze durch die vier Punkte in den ersten beiden Spielen der Rückrunde sogar noch verbessert hat. Werder steht als Tabellenelfter zwar so schlecht da wie noch nie in dieser Saison, hat aber nur noch zwei Zähler Rückstand auf Rang sechs, der eine Zukunft in Europa garantiert. „Wir sind in Schlagdistanz“, hob Martin Harnik hervor.

Sein Team könnte nun mit Siegen gegen die Kellerkinder Nürnberg und Augsburg nach oben sprinten. Was für eine gute Gelegenheit, die Harnik und Co. aber nicht zu blauäugig in Angriff nehmen werden. „Wir wissen, dass wir gegen jeden Gegner ans Limit gehen müssen“, sagte der 31-Jährige und lobte das Team: „Über allem steht im Moment unsere sehr gute Einstellung. Wir bringen einfach diesen Kampf, diese Leidenschaft auf den Platz. Und dass wir einen guten Ball spielen können, ist ja bekannt.“

Werder erarbeitet sich eine klare Dominanz

Es mag angesichts der Vielzahl an vergebenen Chancen paradox klingen, aber: Die Mischung stimmt im Moment. Werder erarbeitet sich im Spiel eine klare Dominanz – auch gegen einen so starken Gegner wie Frankfurt. Von Minute zu Minute beherrschten die Gastgeber den Tabellenvierten immer mehr, um dann durch das Traumtor von Maximilian Eggestein verdient in Führung zu gehen (27.). Genauso schön herausgespielt war das 2:1 durch Harnik (52.). Dazu gab es eine Reihe bester Tormöglichkeiten, die einem Gegner wie Frankfurt wahrscheinlich zum Sieg gereicht hätten. Die Hessen waren im Abschluss nämlich wesentlich effektiver, schafften durch Ante Rebic (35.) und Sebastien Haller (68./Handelfmeter) jeweils den Ausgleich. „Natürlich ist das eine Qualität“, meinte Kohfeldt. Aber er wollte seinen eigenen Angreifern öffentlich nicht die Klasse absprechen und das Thema Chancenverwertung nicht noch größer machen, als es ohnehin schon ist. Also betonte er: „Sorgen würde ich mir machen, wenn wir keine Torchancen mehr hätten.“

Netzreaktionen: „Werder ist die schlechtplatzierteste Spitzen-Mannschaft aller Zeiten“

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Diese guten Gelegenheiten ergeben sich im Werder-Spiel inzwischen von selbst. Das ist alles andere als Zufall. Gegen Frankfurt wurden genau die Räume gefunden, die der Europa-League-Teilnehmer in seiner eigenen sehr offensiven Denkweise anbietet. Dazu agierten die Bremer sehr aggressiv, eroberten die Bälle, spielten oftmals direkt, kombinierten sich nach vorne – und wurden dabei auch von ihrem Kapitän Max Kruse optimal gelenkt. Gegen Frankfurt passte fast alles. Auch die Defensive. Denn gegen die „Büffelherde“ aus Frankfurt ließen die Bremer nur ganz wenig zu, standen mit ihrer Fünferkette (Philipp Bargfrede ließ sich geschickt fallen) sehr kompakt.

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„Werder war die bessere Mannschaft“, gestand Gäste-Coach Adi Hütter und meinte damit sowohl Offensive als auch Defensive. Bei Sky schwärmte derweil Lothar Matthäus: „Das war eines der besten Topspiele am Samstagabend, die ich in den letzten Jahren gesehen habe.“

Da war der Bremer Schmerz ob der beiden verschenkten Punkte absolut nachvollziehbar. Bei Kohfeldt entlud sich das aber nicht nur in Kritik an den Unparteiischen, sondern auch in einer Kampfansage: „Wir lernen – und wir lernen schnell.“

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