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Josh Sargent erzielte gegen RB Leipzig sein zweites Bundesligator.

Unglaubliche Quote des Werder-Talents

Ansage für „Mr. 100 Prozent“: Sargent soll mehr schießen!

Leipzig - Florian Kohfeldt konnte es selbst kaum fassen, als er auf das Thema Josh Sargent angesprochen wurde. „Ich habe es gerade noch mal gehört“, sagte der Werder-Coach: „Josh hatte bislang zwei Torschüsse in der Bundesliga und hat zwei Tore erzielt. Bei der Quote gibt es eine klare Anweisung an ihn: Er muss noch mehr aufs Tor schießen!“

Kohfeldt lachte - seinen Humor hatte sich der Coach trotz der 2:3-Niederlage in Leipzig bewahrt. Aber es war ja auch irgendwie komisch, dass Sargent als „Mr. 100 Prozent“ im Blickpunkt stand, wo doch ausgerechnet die mangelhafte Chancenverwertung Werder mal wieder um den Lohn sehr guter Arbeit gebracht hatte.

Dieser Sargent ist einfach ein Phänomen – und jetzt auch noch ein Bremer Rekordhalter. Kein Werder-Profi hatte in seinem Alter (18 Jahre und 305 Tage) schon zwei Bundesliga-Tore auf seinem Konter. Aaron Hunt musste als bislang jüngster Torschütze in Werders Bundesliga-Geschichte (18 Jahre und 161 Tage) über eineinhalb Jahre auf seinen nächsten Treffer warten. Bei Sargent dauerte es nur gut zwei Wochen, bis er wieder zuschlug – diesmal auch wesentlich eindrucksvoller. 

Da war der Jubel noch groß: Werder hatte einen 0:2-Rückstand in Leipzig dank der Treffer von Max Kruse und Josh Sargent zwischenzeitlich egalisiert.

Gegen Fortuna Düsseldorf hatte er „nur“ einen Ball ins Tor geköpft, der nach dem abgefälschten Schussversuch von Martin Harnik wahrscheinlich ohnehin zum 3:1-Endstand im Netz gelandet wäre. In Leipzig war dagegen nach feiner Vorarbeit von Yuya Osako höchste Präzision gefragt, um die Kugel zwischen Keeper Peter Gulacsi und Pfosten in den Kasten zu befördern. Das Torgestänge war Sargent dabei durchaus wohl gesonnen. 

Ein kurzer Knall – und dann war der Ball drin. Der eingewechselte Sargent hatte damit die Bremer Aufholjagd zum 2:2 geschafft und wäre sicher der Mann des Abends gewesen. Doch Brumas spätes 3:2 für die Leipziger änderte die Schlagzeilen noch mal, Sargent verschwand wieder ein wenig aus dem ganz großen Rampenlicht.

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Kohfeldt bremst Erwartungshaltung

Kohfeldt ist das gar nicht so unrecht. Er möchte den Hype um das große Talent ein wenig eindämmen, bat schon mehrfach um eine realistische Einordnung – wie auch jetzt in Leipzig. „Josh hat seinen Job heute gut erfüllt, viel besser als zum Beispiel gegen Düsseldorf. Da hat er zwar das Tor gemacht, aber auch viel Lehrgeld bezahlt.“ 

Gegen Leipzig habe Sargent zum Beispiel viel besser den Ball gesichert, „aber er hat auch Räume besetzt, die er nicht besetzen soll“, monierte der Coach und forderte: „Es ist eine große Verpflichtung für ihn, sich da rein zu entwickeln. Bei aller Euphorie, er muss noch viel mehr taktische Abläufe von uns kennenlernen, um dauerhaft mitspielen zu können.“

Das war dann der zweite Teil von Kohfeldts Ansage. Aber allein schon die Tatsache, dass er Sargent vor Claudio Pizarro einwechselt und Martin Harnik sogar ganz draußen gelassen hatte, zeigte das gewachsene Vertrauen in den 18-Jährigen. Sargent habe sich das im Training erarbeitet – und auch bei seinen Kurzeinsätzen. 

In Leipzig war es nach Düsseldorf und Dortmund sein dritter – und mit 24 Minuten auch sein längster. „Josh hat sich in eine sehr gute Position für die Rückrunde gebracht“, sagte Kohfeldt und fügte noch an: „Bei ihm ist es kein Automatismus, dass er in der Rückrunde zum Stammspieler wird. Aber er kann sich zu einer sehr guten Alternative im Angriff entwickeln.“

Fotostrecke: Sargents Jubel währt nur kurz - 2:3 in Leipzig

Werder Bremen gegen RB Leipzig.
Werder Bremen gegen RB Leipzig.  © gumzmedia
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