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Der erst 19-jährige Ajax-Kapitän Matthijs de Ligt bejubelt seinen 2:1-Siegtreffer gegen Juventus Turin im Champions-League-Viertelfinale.

Klaassen und Kohfeldt mögen den Vergleich

Werder auf den Spuren von Ajax – auch in München

Bremen - Ajax Amsterdam verzaubert gerade ganz Europa, hat nach Real Madrid nun auch Juventus Turin aus der Champions League geschossen. Das ist auch aus Werder-Sicht nicht uninteressant. Denn Sportchef Frank Baumann hat die Spielweise der Niederländer mal als Vorbild für die Bremer bezeichnet, Davy Klaassen nach seinem Wechsel an die Weser von vielen Gemeinsamkeiten der beiden Clubs gesprochen. 

Und auch hinsichtlich des Doppelpacks gegen den großen FC Bayern bewegt sich Werder auf den Spuren von Ajax. „Wenn man da eine Ähnlichkeit sieht, wäre das schön. Das nehmen wir als Kompliment“, sagt Florian Kohfeldt zum Vergleich von Werder und Ajax - und dann schwärmt der Coach von den Auftritten der Niederländer: „Die Spiele von Ajax machen einfach Spaß, weil da viel Mut und Lust am Fußball dabei ist. 

Es wird in engen Räumen kombiniert, es ist immer der Gedanke da, in die Tiefe zu spielen und auch mal ein kalkuliertes Risiko in der Defensive einzugehen.“ So sieht es Kohfeldt gerne auch von seinem Team.

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Klaassen: „In Werder steckt schon eine Menge Ajax“

Rückblick: Als Klaassen im Sommer sein erstes Interview als Werder-Profi gab, da wurde der Neuzugang vom FC Everton von der DeichStube natürlich auf seine Zeit bei Ajax Amsterdam und die besondere Art des Fußballs bei dem Traditionsclub angesprochen. Und damals urteilte der Niederländer: „In Werder steckt schon eine Menge Ajax. Man muss nur auf die Spieler gucken, die sind den Ajax-Profis von den Typen her schon sehr ähnlich. Das war auch einer der Gründe, warum ich zu Werder gewechselt bin.“ 

Und dann beschrieb er das Ajax-Spiel, von dem jetzt ganz Europa begeistert ist: „Du willst immer den Ball haben, du willst immer Druck auf den Gegner ausüben, du hast eine klare Idee, was du mit der Mannschaft machen willst.“ Abschließend folgte noch eine sehr interessante Aussage: „Florian Kohfeldt hat mir erzählt, dass dies auch seine Idee vom Fußball ist. Er hat den Mut, so zu spielen, und ist nicht ängstlich.“

Klaassen fühlt sich längst bestätigt, dass er bei seiner Club-Auswahl richtig gelegen hat, dass ihm Kohfeldt die Wahrheit erzählt hat. Werder ist mit mutigem Offensivfußball voll im Geschäft um die europäischen Plätze. Ajax hat auf dem Kontinent bereits in dieser Saison für Furore gesorgt – vor allem am letzten Mittwoch mit dem 2:1-Sieg bei Juventus Turin und dem sensationellen Einzug ins Halbfinale. Denn finanziell trennen Ajax und die Topclubs in Europa Welten. 

„Natürlich habe ich mich sehr für Ajax gefreut. Das ist ein super Erfolg“, jubelt Klaassen, der von 2004 bis 2017 das Trikot des Traditionsvereins getragen hat, und stellt sofort die Verbindung zur eigenen Partie am Samstag beim Spitzenteam Bayern München her: „Da brauchen wir auch ein super Spiel. Wir gehen auch immer von unserer eigenen Stärke aus und glauben immer daran, gewinnen zu können.“ So, wie es Ajax macht.

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Kohfeldt: „Jetzt sieht man die Qualität von Ajax“

Kohfeldt erinnert dabei auch noch an die Champions-League-Duelle zwischen den Bayern und Ajax im vergangenen Herbst. Da wären die Bayern heftig kritisiert worden, weil sie so große Probleme mit den Niederländern hatten. Der Werder-Coach nahm dafür seinen Kollegen Niko Kovac ausdrücklich in Schutz: „Jetzt sieht man die Qualität von Ajax.“ Und man dürfe nicht vergessen, dass die Bayern das Rückspiel gewonnen hätten, so Kohfeldt. Doch da spielte ihm die Erinnerung einen Streich. Beide Partien endeten unentschieden – 1:1 und 3:3.

Vielleicht ist das ja ein gutes Omen für Werder. Wenngleich: Zumindest am Mittwoch muss es einen Sieger geben, denn dann ist Pokal.

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