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Zlatko Junuzovic wurde gegen den FC Augsburg erst in der zweiten Hälfte eingewechselt.

Nach Sieg gegen FC Augsburg

Bemerkenswerte Worte von Kapitän Junuzovic

Augsburg - Zlatko Junuzovic saß schon wieder nur auf der Ersatzbank – wie schon vor zwei Wochen in Mönchengladbach. Keine einfache Situation für einen Kapitän.

Doch diesmal in Augsburg war einiges anders. Junuzovic wurde noch eingewechselt, durfte mithelfen bei Werders 3:1-Sieg – und sprach anschließend auch über seine Situation. Dabei fand der 30-Jährige durchaus bemerkenswerte Worte.

„Wenn ich auf dem Platz bin, gebe ich alles für den Verein, egal, von welcher Minute an - von der ersten oder der 60.“, sagte Junuzovic und betonte: „Ich habe hier auch eine Verantwortung, die habe ich schon über Jahre.“ So spricht ein Kapitän. Offenbar hat Trainer Florian Kohfeldt im Vorfeld der Partie die richtigen Worte für seinen Mittelfeldspieler gefunden.

Junuzovic: „Ich erfülle meinen Teil“

„Es war eine Entscheidung von uns Beiden“, verkündete Junuzovic: „Zwischen uns ist alles gut.“ Er sei aus taktischen Gründen aus der Startelf geflogen. Das war schon etwas bitter: Denn mit zwei Vorlagen hatte Junuzovic am vergangenen Montag maßgeblich zum 3:1-Heimsieg gegen den 1. FC Köln beigetragen. Doch Kohfeldt nimmt auf so etwas wenig Rücksicht, schaut immer, welche Akteure am besten zur Spielidee für den nächsten Gegner passen. Junuzovic wurde erst gebraucht, als die Augsburger den Anschlusstreffer erzielt hatten (63.). 

„Danach haben wir das 3:1 gemacht, das ist doch gut“, meinte Junuzovic und grinste zufrieden: „Ich erfülle meinen Teil, ob von Anfang an wie gegen Köln oder wie heute von der Bank. Heute haben wir nach dem 2:1 das 3:1 gemacht, das ist doch gut.“ Er will nicht murren, sondern reagiert anders auf die Situation: „Ich zeige es auf dem Platz, wo ich es auch zeigen muss. Ich habe meine Qualität, das weiß ich. Natürlich mehr im Zentrum, aber das weiß der Trainer.“

Große Konkurrenz für Junuzovic auf allen Positionen

Es war dann doch ein ganz kleiner Seitenhieb Richtung Kohfeldt. Der Coach setzt im Zentrum auf sein Trio Philipp Bargfrede, Thomas Delaney und Maximilian Eggestein.

Nur, wenn einer dieser Spieler ausfällt, ist dort Platz für Junuzovic. Und auf den Außenpositionen hat es der Österreicher fast noch schwieriger, denn dort ist die Konkurrenz mindestens genauso groß. Trotzdem hat Kohfeldt erst kürzlich betont, dass er Junuzovic unbedingt behalten will.

Der Vertrag des Mittelfeldspielers läuft am Saisonende aus, bislang konnten sich Verein und Spieler nicht auf eine Verlängerung einigen. Angeblich soll Schalke an einer Verpflichtung interessiert sein. Nach dem Augsburg-Spiel klang es so, als würde Junuzovic nun besser mit seiner neuen Rolle klarkommen. Das könnte auf eine Verlängerung hindeuten. Ob es tatsächlich so ist, wird sich in den nächsten Wochen zeigen.

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FC Augsburg gegen Werder Bremen
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FC Augsburg gegen Werder Bremen
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FC Augsburg gegen Werder Bremen
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