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Hat seinen Anteil an der starken Form des Bremer Keepers Jiri Pavlenka (li.): Torwart-Trainer Christian Vander.

Vor dem Torwart-Duell am Sonntag

Vander über Pavlenka und Casteels: „Sie werden noch besser“

Bremen - Sie sind aktuell die beiden besten Torhüter der Liga. Doch voneinander wissen Jiri Pavlenka und Koen Casteels überhaupt nichts.

Der eine stammt aus Tschechien, der andere aus Belgien – ihr Treffpunkt ist nun die Bundesliga, wo Pavlenka als Keeper von Werder Bremen seit dieser Saison mit überwiegend starken Leistungen zu überzeugen weiß und wo Koen Casteels es geschafft hat, sich als Stammtorwart des VfL Wolfsburg zu etablieren. Dass beide so richtig starten, ist ein Verknüpfungspunkt.

Der zweite trägt den Namen Christian Vander und kann als Bremer Torwarttrainer stolz darauf sein, dass er nicht ganz unschuldig daran ist, dass Pavlenka und Casteels derzeit mit 77,2 beziehungsweise 76 Prozent gehaltener Bälle an der Spitze des Bundesliga-Rankings stehen. Am Sonntag (18.00 Uhr) kommt es im Weserstadion zum direkten Top-Torhüter-Duell – auch für Vander ist das eine spannende Sache. Denn vor dieser Saison hatte es bei Werder noch geheißen: Casteels oder Pavlenka?

Vander lehnt Vergleiche der beiden Keeper ab

Es wurde Pavlenka, der unbekannte Tscheche. Casteels, der schon 2015 ein halbes Jahr auf Leihbasis und mit Vander als Coach für Werder gespielt hatte, hätte es auch werden können. Gespräche zwischen ihm und Werder hat es gegeben, zu einer Einigung kam es jedoch nicht. Doch wie sich gezeigt hat, war das nicht das Schlechteste für die Bremer.

„Wir haben mit Jiri eine sehr gute Wahl getroffen“, sagt Vander, der Vergleiche der beiden Keeper jedoch ablehnt. Dafür betont er die Gemeinsamkeiten: „Beide haben tolle Fähigkeiten und sind sich auch menschlich ähnlich. Sie wollen auf dem Platz überzeugen, nicht durch mediale Auftritte. Und ich habe bei beiden das Gefühl, dass sie noch besser werden.“

Christian Vander (li.) war schon Torwart-Trainer von Koen Casteels (re.).

Einen der größten Schritte in seiner bisherigen Karriere hat Koen Casteels in der Rückserie der Saison 2014/15 bei Werder gemacht. Der VfL Wolfsburg hatte ihn verpflichtet und sofort nach Bremen verliehen. Zuvor hatte der damals 22-Jährige bei 1899 Hoffenheim Unschönes erlebt. Von der Nummer eins wurde er binnen kurzer Zeit zur Nummer vier.

Deprimierend, aber in Bremen wurde er im Saison-Endspurt zur Stütze, polierte in sieben Partien für Werder seinen Ruf wieder auf. Vander: „Das war eine wichtige Erfahrung für ihn. Nach den Rückschlägen in Hoffenheim hat es ihm gut getan, wieder eine Perspektive zu sehen.“ Lange stand der Torwartcoach noch mit dem Belgier in Kontakt, „in den letzten Wochen ist es aber ein bisschen eingeschlafen“, so Vander.

Pavlenka eine unerwartet starke Stütze

Casteels hat schließlich Abstiegskampf mit Wolfsburg zu bewältigen und Vander mit Werder. Dabei ist Pavlenka eine unerwartet starke Stütze. Bis zu seinem Patzer zum 0:1 (Endstand 2:1) auf Schalke am vergangenen Wochenende hatte der 25-Jährige kaum gravierende Fehler gemacht. Und selbst den Flutschfinger-Anfall in der Veltins-Arena steckte der tschechische Auswahlkeeper überraschend locker weg.

Keine Nervosität, keine weiteren Wackler – für Vander war es „imponierend, welch zweite Halbzeit er danach gespielt hat. Das hat uns alle überrascht.“ Weitere Schnitzer dieser Art sind deshalb nicht zu erwarten, meint Ex-Profi Vander: „Schalke war für Jiri ein weiterer Schritt in seiner Entwicklung. Das, was ihm dort passiert ist, wird ihm so schnell nicht wieder passieren.“

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