+
Am Samstag trifft Claudio Pizarro mit Werder Bremen auf den zweiten großen Club seiner Karriere: den FC Bayern München.

Kohfeldt sucht Gespräch mit dem Ex-Münchner

Pizarro als Experte für die Bayern-Stimmung

Bremen - Florian Kohfeldt ist ein akribischer Trainer, das Adjektiv detailversessen fällt häufig, wenn ihn Menschen aus seinem beruflichen Umfeld näher beschreiben sollen.

Vor Werders Spielen ist es der Anspruch des 36-Jährigen, seine Mannschaft möglichst lückenlos auf den kommenden Gegner vorzubereiten. Für Kohfeldt zählt dazu auch, sich den Rat von Experten einzuholen, weshalb er in dieser Woche ein Vier-Augen-Gespräch mit Claudio Pizarro geführt hat.

327 Spiele hat Werders Rekordtorjäger in seiner Karriere für den kommenden Gegner Bayern München absolviert. Er wurde mit dem Verein Deutscher Meister (sechs Mal), DFB-Pokalsieger (fünf Mal) und gewann 2013 die Champions League. Auf der anderen Seite hat Pizarro aber auch erlebt, was an der Säbener Straße los ist, wenn es sportlich einmal nicht rund läuft. „Ich habe ihn gefragt, wie er die aktuelle Situation in München einschätzt“, sagte Kohfeldt am Donnerstag, „schließlich kennt er noch viele Verantwortliche, auch wenn er schon lange weg ist.“

Schwache Pizarro-Statistik gegen Bayern

Werders Trainer ging es darum, ein Gefühl für die Stimmung der Bayern zu bekommen. Zwar feierten die Münchner am Dienstagabend einen überzeugenden 5:1-Sieg in der Champions League gegen Benfica Lissabon. In der Bundesliga warten sie aber schon seit drei Spieltagen auf einen Sieg. Pizarro hat Kohfeldt berichtet, wie er die Lage sieht. Was genau dabei herauskam, behielt der Trainer für sich.

Er betonte allgemein: „Wir werden sicher nicht das Gefühl entwickeln, dass es im Moment etwas leichter wäre, gegen sie zu gewinnen. Das wäre komplett verrückt.“ In der Tat. Vor allem, wenn man bedenkt, dass Werder seit zehn Jahren auf einen Sieg gegen den Rekordmeister wartet und selbst seit vier Bundesliga-Spielen sieglos ist.

Auch Pizarros persönliche Bayern-Bilanz liest sich übrigens nicht besonders gut. In den 13 Spielen, die er gegen den FCB bestritt, feierte er nur zwei Siege. Am Samstag bietet sich dem 40-Jährigen in seiner wohl letzten Bundesliga-Saison die vorletzte Chance, diese Statistik etwas aufzubessern.

Auch interessant

Neu und nur in der DeichStube!

DIE DEICHSTUBE ALS KOSTENLOSE APP

Die DeichStube gibt es jetzt auch als kostenlose App. Einfach downloaden!

Was denkst Du über den Artikel?

Nichts mehr verpassen

Kommentare