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Werder-Coach Florian Kohfeldt gab sich nach dem schwachen Auftritt in Nürnberg schon wieder kämpferisch.

Auf die Strategie kommt es an

Kohfeldt glaubt an seine Spieler und den Coup in Dortmund

Bremen – Er mag nach dem enttäuschenden 1:1 in Nürnberg vielleicht ein wenig ratlos gewirkt haben, das Selbstbewusstsein von Florian Kohfeldt hat aber keineswegs gelitten. Auf die Frage, ob er beim Pokalspiel in Dortmund mit einer Rotation beim BVB rechnet, um den Stars eine Pause zu gönnen, antwortet der Werder-Coach: „Nein! Dafür haben wir dort in der Liga leider zu stark gespielt.“

Den vielleicht kleinen Vorteil, als langjähriges Kellerkind der Bundesliga im Pokal unterschätzt zu werden, habe Werder längst verwirkt – auch als Tabellenzehnter und auch nach nur zwei Siegen aus den letzten zwölf Bundesliga-Partien. Denn von einer Krise will Kohfeldt nichts hören und verweist dabei auf den glanzvollen Auftritt beim 2:2 gegen Eintracht Frankfurt vor gut einer Woche. 

Das ist der Maßstab, so mutig wollen die Bremer auch in Dortmund auftreten. „Das ist die Grundvoraussetzung“, sagt Kohfeldt: „Du kannst gegen den BVB nicht nur 90 Minuten lang verteidigen.“ Dazu sei die Klasse des Tabellenführers viel zu groß.

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Siegermentalität und „richtige Strategie“ gefragt

„Wir brauchen die richtige Strategie“, sagt der Werder-Coach und grinst. Natürlich hat er längst mit seinem Trainerteam und seinen Analysten etwas ausgeheckt – möglicherweise in Anlehnung an den Auftritt in der Hinrunde, als Werder die Borussen Mitte Dezember bei der 1:2-Niederlage durchaus ärgerte. 

Aber ärgern allein reicht nicht. „Gerade im Pokal kannst du dir nichts dafür kaufen, gut gespielt zu haben“, betont Kohfeldt. Natürlich will er gewinnen. Wie in jedem Spiel. Das impft er seinen Profis seit über einem Jahr ein. In Nürnberg war davon zu wenig zu sehen. Kohfeldt nennt es einen „Einzelfall“ und versichert: „Wir haben diese Siegermentalität.“ Er vertraut seinen Spielern, verzichtet auf personelle Konsequenzen wegen des Nürnberg Spiels. Wenngleich sich die Aufstellung trotzdem ändern könnte, dann aber nur als Anpassung an den BVB.

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