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Ishak Belfodil dankte seine Startelf-Aufstellung mit zwei Toren und einer Vorlage gegen den FC Augsburg.

Kohfeldt erklärt seine Startelf

Darum spielte Belfodil und nicht Rashica

Augsburg/Bremen - Wieso Ishak Belfodil? Um zu klären, weshalb der Bremer Matchwinner gegen den FC Augsburg überhaupt in der Startelf stand, müssen vorher zwei andere Fragen beantwortet werden.

Wieso nicht Zlatko Junuzovic? Wieso nicht Milot Rashica? Beide hätten ebenfalls den Part als Rechtsaußen übernehmen können. Trainer Florian Kohfeldt entschied anders und liefert im Nachhinein die Begründungen. Thema Rashica: Der Kosovare hatte zwar nach seinem Premierentor gegen den 1. FC Köln fünf Tage zuvor vollen Rückenwind, dennoch blieben bei Kohfeldt Zweifel. „Milot hätte unter einem sehr hohen Erwartungsdruck gestanden. Das wäre nicht so einfach gewesen. Was, wenn es nicht geklappt hätte?“ Damit war Rashica raus.

Thema Junuzovic: Auf Schalke und in Mönchengladbach hatte der Kapitän schon auf der Bank gesessen. In Augsburg wieder. Er habe am Abend vor dem Spiel im Teamhotel ein „sehr gutes Gespräch“ mit Junuzovic geführt, so Kohfeldt. Es ging um die Taktik, um den gewünschten Zuschnitt der eigenen Spieler dafür und darum, dass Junuzovic nicht in der Mitte hätte spielen können, sondern außen. Damit habe sich der Mittelfeldmann „nicht so frei gefühlt“, berichtete Kohfeldt. Also wurde entschieden: Junuzovic bleibt zunächst draußen. Und Kohfeldt war glücklich, „noch einen frischen zentralen Mittelfeldspieler auf der Bank“ zu haben.

Belfodil: Statur eines Strafraumstürmers und Tempo eines Flügelflitzers

Dass die erneute Reservistenrolle des Kapitäns zu atmosphärischen Störungen führen könnte, wies sowohl Kohfeldt ab („Ich bin heilfroh, dass ich ihn habe. Ich schätze den ehrlichen Austausch mit ihm sehr“) als auch Junuzovic selbst: „Zwischen dem Trainer und mir ist alles gut. Wenn ich auf dem Platz bin, gebe ich alles für den Verein. Egal ab welcher Minute. Ich habe ja auch eine Verantwortung für die Mannschaft.“ Dass Junuzovic von der unumstrittenen Stammkraft zum Mal-ja-mal-nein-Startelfspieler wird, zeichnet sich aber immer deutlicher ab. Konsequenzen für die laufenden Verhandlungen um die Verlängerung des mit der Saison endenden Vertrags nicht ausgeschlossen.

Und dann noch das Thema Belfodil: „Er hat die Statur eines Strafraumstürmers und das Tempo eines Flügelflitzers – das ist nicht die schlechteste Kombination“, beschreibt Kohfeldt die Vorzüge des Algeriers, die letztlich auch den Ausschlag für seinen Einsatz gegeben haben. Auf dem Flügel und im Strafraum Alarm machen zu können, war schließlich auch die Qualität, die zu seinen zwei Treffern führte. „Dass er das dann auch umsetzt – manchmal muss man auch Glück haben“, sagt der Trainer, der einmal mehr die goldrichtige Wahl getroffen hatte.

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