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Bringt Trainer Florian Kohfeldt gegen Eintracht Frankfurt Martin Harnik (l.) und Max Kruse in der Anfangself?

Institut für Spielanalyse blickt voraus

Drei steile Thesen zum Spiel gegen Frankfurt

Am zweiten Spieltag geht die Reise für Werder nach Frankfurt. Bei der Eintracht wollen die Bremer den ersten Saisonsieg feiern. Was dafür aus Datensicht spricht, haben die Experten vom Institut für Spielanalyse in drei Thesen zusammengefasst.

1. Kruse und Harnik treffen zum Einstand

In Bremen feiern sie dieses Jahr zweimal Wiedervereinigung. Einmal am 3. Oktober und vermutlich bereits am Samstag um 15.30 Uhr, wenn Martin Harnik und Max Kruse gemeinsam das Feld im Werder-Trikot betreten. Die Chancen stehen gut, beide sind nach Blessuren wieder fit. Seit Ailton und Claudio Pizarro dürfte sich der Werder-Anhang auf kaum ein Sturm-Duo so sehr gefreut haben. Gemeinsam bringen Kruse und Harnik alles mit, um Frankfurt eine Niederlage zuzufügen.

Während Kruse (6 Tore, 8 Assists) in der vergangenen Saison als Vollstrecker im Umschaltspiel und als Spielmacher gegen formierte Abwehrreihen agierte, war es Harnik (9 Tore, 2 Assists) in Hannover, der solche Angriffe häufig erfolgreich abschloss. Insgesamt 31 der 45 Frankfurter Gegentore im Vorjahr fielen aus solchen Situationen. Dass zum Ligaauftakt nicht weitere folgten, war dem Freiburger Chancenwucher zu verdanken. Beste Voraussetzungen also, dass Werders einstiges U23-Sturm-Duo auch in der Bundesliga Erfolge feiern kann.

2. „Piza“ liefert auch in Frankfurt

Seit Claudio Pizarro gegen Hannover 96 in der 67. Minute eingewechselt wurde, dürfte ihn eigentlich kein Trainer vom Platz nehmen wollen. In 33 Minuten brachte es der Peruaner auf sechs Torschuss-Beteiligungen. Zudem ließ er mit all seiner Erfahrung die Beteiligung Nummer sieben aus, damit der Ball ohne Berührung über seinen Kopf hinwegsausen und Theodor Gebre Selassie zum Ausgleich treffen konnte. In Frankfurt dürfte der beste ausländische Stürmer der Bundesliga-Geschichte aber erneut die Joker-Rolle einnehmen. Gut möglich, dass er gegen die nicht sattelfeste Frankfurter Abwehr sticht.

3. Rashica steht in der Startelf

Milot Rashica wurde gegen Hannover in der 52. Minute für den angeschlagenen Kruse eingewechselt und ist direkt zu einem ganz wichtigen Mann auf dem Platz geworden. Am Ende standen sieben Torschuss-Beteiligungen sowie ein Assist in der Bilanz. Damit liegt er teilweise klar vor den Konkurrenten um die Plätze in der Startelf, Kainz und Osako. Mit einer Doppelspitze aus Kruse und Harnik sowie Rashica als Zulieferer könnten Werder-Fans am Samstag viel Spaß haben.

SVW:

SGE:

Was ist eine Episode?

Wann immer der Ball von einem Team kontrolliert wird, nennen die Experten des Instituts für Spielanalyse diese Phase Episode. Und genau diese wird auf readthegame.com in jeder Partie mitgezählt – voll automatisiert. Aneinander gereiht und ergänzt mit den Episoden des Gegners sowie der Chaos-Phasen, in denen keine Mannschaft den Ball unter Kontrolle hat, ergibt sich ein detailliertes Bild eines Spiels. Betrachtet und vergleicht man diese Episoden einer Partie mit denen einer ganzen Saison, erhält man ein Profil davon, wie Mannschaften Fußball spielen und zu Torerfolgen kommen. Es wird also die Leistung hinsichtlich der Beteiligung von Spielern normiert.

Weitere Bundesliga-Statistiken gibt es auf readthegame.com.

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