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Werder-Trainer Florian Kohfeldt erwartet ein Fußballfest am Samstag im Weserstadion.

Große Vorfreude auf das Frankfurt-Spiel

„Flo on fire“ – Kohfeldt macht die Werder-Fans heiß

Bremen - Wenn Florian Kohfeldt über den Trainingsplatz flitzt und lautstark seine Anweisungen gibt, dann heißt es gerne: „Flo on fire.“ Jetzt macht der Werder-Coach sogar ganz Bremen Feuer.

Mit Blick auf das Heimspiel am Samstag gegen Eintracht Frankfurt (18.30 Uhr) wünschte sich der 36-Jährige bei der Vorschau-Pressekonferenz: „Die Stadt muss brennen.“ Seine Augen funkelten auf dem Podium im Medienraum des Weserstadions. Nun ist der Coach aber kein fahrlässiger Heißmacher, sondern er bewies wenig später kühlen Kopf und bat darum, die Stadt in seinem Zitat zu streichen und dafür das Stadion zu nennen. Und natürlich solle niemand das Brennen wörtlich nehmen: also anfeuern - und nicht anzünden.

Aber diese Geschichte zeigte auch: Am Samstag steht ein ganz besonderes Spiel an. Werder kann mit einem Sieg gegen den Tabellenfünften beweisen, dass Europa keine Träumerei ist, sondern Realität werden kann. Natürlich wird da am 19. Spieltag noch nichts entschieden. Aber es geht um das Selbstbewusstsein, um den Glauben an die eigene Stärke. Deshalb mobilisiert Kohfeldt alle Kräfte, will ein Weserstadion, das noch mehr bebt als ohnehin schon. Der Samstagabend ist dafür wie gemacht. Die Fans fiebern der Partie seit Tagen entgegen – mit einer immer wiederkehrenden Frage: Kann Werder gegen diese starke Eintracht bestehen?

Gegen Frankfurt: Attacke oder Rückzug?

„Wir werden schon eine Idee haben“, sagte Kohfeldt und lächelte genüsslich. Natürlich hat der Coach längst einen Plan ausgeklügelt, mit dem das überragende Angriffstrio der Frankfurter mit Ante Rebic, Luka Jovic und Sebastien Haller gestoppt werden kann. Wobei Kohfeldt mahnte, nicht nur auf diese „verrückten Drei“, wie er sie selbst genannt hatte, zu schauen. Frankfurt hätte noch mehr Offensivpower.

Die Frage dabei sei: hoch oder tief verteidigen. Also Attacke oder Rückzug. Wer Kohfeldt kennt, weiß, dass es eher eine Mischung werden dürfte – mit einem Übergewicht für die Attacke. Denn Werder will sein Spiel durchziehen, und das ist nun mal von Dominanz geprägt. Warum sollte sich das gegen einen starken Gegner ändern? Das würde Angst vermuten lassen, und diese Eigenschaft will Kohfeldt in Bremen nicht mehr erleben.

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Klaassen: „... und am Ende brennt es hoffentlich“

Also ging er auch in der Pressekonferenz forsch voran, versprühte eine große Vorfreude. Seinen neben ihm sitzenden Mittelfeldspieler Davy Klaassen hatte er sofort angesteckt. „Wir wollen gewinnen – und am Ende brennt es hoffentlich“, sagte der Niederländer – und auch er lächelte zufrieden. Der Spaßfaktor bei Werder ist nach dem gelungenen Rückrunden-Auftakt mit dem 1:0-Sieg in Hannover groß.

So soll es weitergehen. In Hannover sei es schon beeindruckend gewesen, dass über 6.000 Werder-Fans den ersten Dreier des Jahres mitfeierten, erinnerte sich Kohfeldt. Am Samstag soll die Party im Weserstadion steigen. „Es lohnt sich wirklich zu kommen“, meinte der Coach. Er hätte nichts gegen ein Spektakel: „Ich nehme auch ein 7:6. Hauptsache, wir gewinnen!“ Und da müssen alle mithelfen.

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