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Florian Kohfeldt ist nach zehn Spielen im Weserstadion immer noch ungeschlagen.

Besser als Kohfeldt startete kein Werder-Trainer

Rehhagels Rekord geknackt: Zehn Heimspiele ungeschlagen

Bremen - Großartig darüber reden wollte er nicht, Florian Kohfeldt wischte das Thema schnell wieder vom Tisch. Es ist nunmal nicht die Art des Werder-Trainers, sich selbst in den Mittelpunkt zu stellen.

Und doch kam er nach dem 1:1 gegen RB Leipzig am Sonntag um eine Frage nicht herum: Die nach dem Rekord von Otto Rehhagel, den er soeben geknackt hatte. Zehn Heimspiele in der Bundesliga, keine Niederlage: Erfolgreicher ist kein Werder-Coach jemals im Weserstadion in seine Amtszeit gestartet. Den bisherigen Bestwert hielten Rehhagel (aufgestellt in der Saison (1981/1982) und Josef „Sepp“ Piontek (1971/1972). Bis das 1:1 gegen RB Leipzig kam, und Kohfeldt im vereinsinternen Ranking am Duo vorbeizog.

„Das ist nur eine Momentaufnahme, nichts, wo ich drauf schaue“, wiegelte Kohfeldt ab – gab dann aber doch einen kleinen Einblick und verriet, was Heimspiele für ihn bedeuten. „Das hier ist unser zu Hause. Wir sind ja nicht nur am Wochenende hier, sondern jeden Tag. Das ist unsere Kabine. Da habe ich schon das Gefühl, dass wir hier etwas verteidigen wollen“, sagte er.

Streng genommen ist Rehhagels Bilanz noch besser

Das klappt bisher ziemlich gut. Hannover (4:0), Stuttgart (1:0), Mainz (2:2), Hoffenheim (1:1), Berlin (0:0), Wolfsburg (3:1), Hamburg (1:0), Köln (3:1), Frankfurt (2:1) und nun auch noch Leipzig – sie alle fuhren ohne Sieg aus Bremen wieder nach Hause. „Das freut mich für die Jungs und für die Fans“, sagte Kohfeldt, unter dessen Regie auch ein 3:2-Heimsieg im DFB-Pokal gegen Freiburg gelang.

Zwei Heimspiele stehen Werder in der laufenden Serie noch bevor – gegen Dortmund (29. April) und Leverkusen (5. Mai) könnte die Serie also weiter wachsen. Streng genommen muss sie das auch, denn Rehhagels Heimbilanz zum Start als Bremer Trainer liest sich bei genauerem Hinsehen sogar noch etwas besser: Vor seinen neun Heimspielen ohne Pleite in der Bundesliga war der Essener damals auch fünf Heimspiele lang in der Zweiten Liga mit Werder ungeschlagen geblieben.

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