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Aron Johannsson (links) hatto so seine Mühe mit Freiburgs Marco Terrazzino.

Verletzung nicht so schlimm

Kohfeldt nimmt Johannsson in Schutz

Freiburg - Es war die spielentscheidende Szene, und Aron Johannsson sah dabei gleich zweimal schlecht aus.

In der 24. Minute ließ sich der Angreifer erst von einem kurz ausgeführten Freistoß überrumpeln, danach stieß er Marco Terrazzino im Strafraum von hinten um – Elfmeter. Dieser bescherte dem SC Freiburg am Ende einen knappen und immens wichtigen 1:0-Heimsieg gegen Werder. Als Sündenbock sah Trainer Florian Kohfeldt Johannsson nach der Partie aber nicht. „Ich habe ihn gerade in den Arm genommen“, sagte er kurz nach dem Schlusspfiff – und hielt fest: „Ich habe Aron heute nicht als besonders abfallend empfunden.“

Nach seinen zuletzt starken Leistungen inklusive Heber-Vorlage beim 2:1-Erfolg auf Schalke und Heber-Tor beim 2:4-Pokal-Aus in Leverkusen war Johannsson in Freiburg auf dem rechten Flügel nicht viel gelungen. Nur 28 Ballkontakte bis zu seiner verletzungsbedingten Auswechslung in der 74. Minute, eine ungenaue Flanke, kein einziger Torschuss – die Statistiken des US-Amerikaners mit isländischen Wurzeln lesen sich alles andere als gut. Zu seiner Verteidigung: Die seiner Mitspieler waren allerdings auch nicht viel besser.

Johannssons Nordderby-Einsatz nicht in Gefahr

„Wir hatten wieder ein gutes Positionsspiel, aber dann muss es auch losgehen“, urteilte Kohfeldt, „das ist es heute leider nicht. Deswegen sind wir enttäuscht.“ Einer Mannschaft müsse man solche Tage auch mal zugestehen. Werders Problem: „Wir haben dafür keine Zeit.“ Trübsal blasen? Damit wollen sich die Bremer in der Woche vor dem Nordderby gar nicht erst aufhalten. Auch Aron Johannsson nicht, den Kohfeldt erst kürzlich für dessen Unbekümmertheit gelobt hatte. Dank seiner positiven Einstellung hatte sich der Stürmer eindrucksvoll aus der Versenkung zurückgekämpft – ein schlechtes Spiel dürfte ihn da nicht umwerfen.

Bleibt nur abzuwarten, wie er die Partie körperlich verkraftet hat. Nachdem Johannsson einen Ball per Grätsche an der Außenlinie im Spiel gehalten hatte, musste er angeschlagen vom Platz. „Es ist nichts wirklich Schlimmes“, lautete Kohfeldts erste Einschätzung, „muskuläre Probleme, vielleicht nur ein Krampf“. Sportchef Frank Baumann bestätigte am Sonntag diesen Eindruck: „Es besteht keine Gefahr, dass er gegen Hamburg ausfällt.“

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