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Dodi Lukebakio von Fortuna Düsseldorf blamierte den FC Bayern mit einem Dreierpack fast im Alleingang.

Auch Kohfeldt warnt vor Düsseldorf-Stürmer

Aufpassen, Werder! Lukebakio kommt ins Weserstadion

Bremen - Nur sieben Minuten! Länger dauerte die Pressekonferenz bei Fortuna Düsseldorf vor dem Spiel bei Werder Bremen nicht. Sieben Minuten – dann war alles gesagt, dann gab es keine Fragen mehr an Trainer Friedhelm Funkel. Ungewöhnlich. Und doch ein bisschen nachvollziehbar.

Denn ein großes Thema bei der Fortuna ist aktuell Dodi Lukebakio, der Düsseldorfer Shooting-Star. Seitdem er den FC Bayern mit seinen drei Toren zum 3:3 in München beinahe im Alleingang blamiert hatte, reden alle über belgischen U21-Nationalstürmer. Nur Funkel nicht. Jedenfalls nicht so viel, wie andere es wünschen.

Für Florian Kohfeldt ist Lukebakio natürlich ein ganz wichtiger Faktor bei der Vorbereitung auf die Partie. Wie gefährlich der Fortuna-Torjäger der eigenen nicht eingespielten Viererkette werden kann? Kohfeldt sagt es so: „Lukebakio ist ein sehr schneller Spieler, der ab und zu noch die falschen Entscheidungen trifft. Aber darauf können und wollen wir uns am Freitag natürlich nicht verlassen. Er kann uns gefährlich werden.“ Werder müsse daher darauf achten, die Angriffe der Düsseldorfer „schon im Keim zu ersticken“.

Klemm-Brett: Funkel schwärmt von Kohfeldt

Schon neun Tore für Lukebakio

Fünf Tore hat der 21-Jährige in elf Punktspieleinsätzen erzielt, darunter der spektakuläre Dreierpack beim 3:3 gegen Bayern München. Zudem traf Lukebakio – in Düsseldorf längst zu „Lucky Lukebakio“ umgetauft – in zwei DFB-Pokalspielen viermal. Eine solche Quote hat kein Bremer zu bieten.

Allerdings ist Lukebakio auch kein Wunderstürmer. Was sich im ersten Spiel nach der 3:3-Gala in München zeigte. Bei der 0:1-Heimpleite der Fortuna gegen Mainz 05 war er abgemeldet, machte viele Fehler. Sturmpartner Rouwen Hennings: „Leider haben wir Dodi nicht so ins Spiel gebracht wie in der Woche davor. Aber ich vermute, die Mainzer haben auch das Bayern-Spiel gesehen und sich auf ihn eingestellt.“

Düsseldorf wird Lukebakio nicht halten können

Friedhelm Funkel wird sich nach der Partie bestätigt gesehen haben, den Hype um den Angreifer nicht mitgemacht zu haben. Langfristig macht das sowieso keinen Sinn, denn Lukebakio ist nur für eine Saison und ohne Kaufoption vom FC Watford (Club des ehemaligen Werder-Profis Sebastian Prödl) ausgeliehen. „Es gibt keine Chance, ihn zu halten“, machte Funkel bereits klar und zerstörte alle Träum von einer Zukunft des Top-Talents in Düsseldorf.

Kurzfristig ist die Aufregung um den Bayern-Schreck zwar nachvollziehbar, fällt für Funkels Geschmack aber eindeutig zu groß aus. „Wir müssen nicht so viel über Dodi Lukebakio reden“, sagte der 64-Jährige: „Das ist ein ganz normaler Spieler und kein Star, wie ich es irgendwo gelesen habe. Nur, weil er mal ein richtig gutes Spiel und drei Tore gegen den FC Bayern gemacht hat.“ Unter anderem weil er sich selbst an das „Nicht-so-viel-über-Lukebakio-reden“ hält, war auf der Pressekonferenz am Mittwoch schnell wieder Schluss.

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