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Werder-Trainer Florian Kohfeldt verbringt seinen 36. Geburtstag im Weserstadion. Das Heimspiel gegen den VfL Wolfsburg steht an.

Kohfeldt will gegen Wolfsburg doppelt feiern

Zum Geburtstag „richtig einen raushauen“

Bremen - Den Rahmen für seinen Geburtstag könnte er sich schöner nicht wünschen. Freitagabend, Weserstadion, Flutlichtspiel – für den Fußball-Trainer Florian Kohfeldt ist das atmosphärisch nicht nur „etwas immer noch sehr Besonderes“, sondern auch der ideale Ort und die ideale Zeit für eine richtig schöne Party.

Wenn es da nicht diesen Gegner geben würde. Der VfL Wolfsburg ist ab 20.30 Uhr im Weserstadion zu Gast und würde für Kohfeldt, der am Freitag 36 Jahre alt wird, und Werder Bremen liebend gerne den Partykiller spielen.

„Das ist eine Mannschaft, die auf dem Weg ist, sich zu finden“, sagt Kohfeldt über die Niedersachsen, die nach zwei Horror-Spielzeiten mit Rettung erst in der Relegation wieder bedeutend besser auftreten. Platz sieben nach sechs Spielen und nur zwei Punkte hinter den Bremern – nach erneutem Abstiegskampf sieht das für Kohfeldt nicht aus. „Hut ab, was Bruno Labbadia und Eddy Sözer dort unter höchstem Druck entwickelt haben“, lobt der Werder-Coach die Trainer-Kollegen und sagt noch einiges mehr über das Team, das ihm Respekt abnötigt. Aber das ist bei jedem Gegner so, das zu betonen gehört zum Geschäft.

Wichtiger als das, was beim VfL passiert ist und noch passiert, bleibt jedoch der Trend bei Werder selbst. Und den zu beurteilen, ist nach dem 1:2 beim VfB Stuttgart am vergangenen Wochenende eine knifflige Sache. Gut gespielt, dennoch verloren, aber viel Lob bekommen – was tun mit diesen widersprüchlichen Eindrücken? Vor allem nicht in die eigene Tasche lügen, meint Kohfeldt und stellt sogleich klar: „Das machen wir auch nicht. Wir waren bitter enttäuscht in Stuttgart. Denn die Wahrheit dieses Spiels war, dass wir spielentscheidende Fehler gemacht haben.“

Den Ärger und die Wut darüber habe die Mannschaft in den vergangenen Tagen aber gut verarbeitet und in etwas verwandelt, das Kohfeldt in den Augen seiner Spieler erkannt haben will. Er spricht von „Gier“. Gier auf die nächsten drei Punkte, auf den nächsten Sieg, auf die Bestätigung des insgesamt sehr guten Saisonstarts: „Alle brennen darauf, Freitagabend einen Kampf abzuliefern. Alle wissen, dass sie richtig einen raushauen werden.“

Kohfeldt wünscht sich drei Punkte zum Geburtstag

Alle wissen auch, dass sie das müssen, wenn sie oben dranbleiben wollen. Platz fünf ist als Zwischenbilanz mehr als akzeptabel, schlechter möchte Kohfeldt aber auch nicht mehr werden, bevor es wieder in eine Länderspielpause geht. „Für mich ist dieser siebte Spieltag der Abschluss der Startphase. Danach kann man mal schauen, wie es bisher gelaufen ist“, erklärt er.

Die Besonderheit dieses siebten Spieltags sei es, „dass wir das erste Mal seit Jahren zu solch einem Zeitpunkt der Saison positiven Druck haben. Jeder bei uns und auch alle in der Stadt haben Lust darauf, diese positive Spannung zu spüren.“ Und mit drei Punkten würde sich Geburtstagskind Kohfeldt von seinem Team auch maximal beschenkt fühlen.

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