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Sebastian Langkamp (l.) und Marco Friedl sind gegen Fortuna Düsseldorf in der Werder-Abwehr gefordert.

Werder gegen Fortuna Düsseldorf mit Ersatz-Abwehr

Friedl und Langkamp: Wiedergutmachung auf der Agenda

Bremen - Werder Bremen gegen Fortuna Düsseldorf – es geht um das Ende der Bremer Sieglosserie, es geht um den Anschluss an die europäischen Plätze, es geht um den Glauben an die eigene Stärke. Und es geht um den Ruf von Sebastian Langkamp und Marco Friedl. Zusammen bilden sie am Freitagabend die Bremer Innenverteidigung.

Als beide das letzte Mal gemeinsam in der Startelf standen, erlebte Werder ein Debakel. Es war das 2:6 gegen Bayer Leverkusen – ein Spiel, in dem sich Werder ganz simpel auskontern ließ, und ein Ergebnis, an dem Langkamp immer noch zu knabbern hat: „Um nicht total in den negativen Superlativ zu verfallen, würde ich sagen, unsere Leistung war ausbaufähig“, sagt er mit gerade noch so viel Humor, wie es die Situation verträgt. Für Freitagabend nimmt er sich und Friedl aber ganz ernsthaft in die Pflicht: „Für uns beide geht es auch um persönliche Wiedergutmachung.“ Darum, die tiefen Dellen, die die sechs Gegentore hinterlassen haben, wieder rauszudrücken.

Werder-Verteidiger Langkamp übt sich in Selbstkritik

Zu schlecht war es gegen die Werkself gelaufen, als dass nun vor der Partie gegen Bundesliga-Schlusslicht Düsseldorf so getan werden könnte, als könnten Langkamp und Friedl die Herausforderung in der Innenverteidigung mit links meistern und als wären die Ausfälle von Niklas Moisander (Gelb-Rot-Sperre) und Milos Veljkovic (Muskelfaserriss) überhaupt kein Problem. „Ich gebe mir eine große Teilschuld an dem 2:6“, sagt Langkamp im Rückblick auf den neunten Spieltag. Eigene Fehler, keine gute Kommunikation mit Friedl – „das muss ich besser machen. Ich muss als 30-Jähriger einen 20-Jährigen besser anleiten“, übt sich Langkamp in Selbstkritik.

Friedl war hilflos verloren in der Dreierkette, erlebte ein Fiasko und musste zur Halbzeit vom Platz. Seither hat der Österreicher nicht mehr gespielt – annähernd sechs Wochen hatte er also Zeit zum Nachdenken und Verarbeiten. Dass noch eine Verunsicherung hängengeblieben ist, darf vermutet werden, entspricht aber nicht der Realität, behauptet Trainer Florian Kohfeldt. Noch vor dem Bayern-Spiel hatte er sich mit Friedl zum Einzelgespräch im Trainerbüro getroffen. „Mein persönlicher Eindruck ist, dass Marco die Situation mit Leverkusen gut verarbeitet hat. Marco hat großes Vertrauen in seine Leistungsfähigkeit – wie wir anderen auch. Ich mache mir da keine Sorgen.“

Kohfeldt muss das sagen, er muss den Österreicher stark reden, denn er hat kaum Alternativen zu ihm. Jede andere Abwehrlösung wäre mit großen Umbaumaßnahmen im Team verbunden. Und die möchte der Coach grundsätzlich so klein wie möglich halten. „Es besteht immer die Gefahr, dass die Abstimmung verloren geht“, sagt er.

Langkamp und Friedl haben vor dem Leverkusen-Spiel nur dreimal gemeinsam in der Startelf gestanden – in der vergangenen Saison. Aber im Training spielen sie oft Seite an Seite. Als Innenverteidigung des B-Teams gegen die A-Formation. Allein deshalb sieht Kohfeldt kein großes Abwehrproblem auf sein Team zukommen. Er findet sogar einen Vorteil gegen über Moisander/Veljkovic: „Jetzt haben wir sogar die etwas schnellere Innenverteidigung auf dem Platz – das kann bei der Konterstärke der Fortuna bestimmt nicht schaden.“ Das Trainingsspiel bei der Abschlusseinheit am Donnerstagnachmittag lief aber überhaupt nicht im Sinn des neuen Abwehrblocks. Das Team mit Langkamp und Friedl kassierte drei Gegentore.

Fotostrecke: So lief das Werder-Training am Donnerstag

Werder beim Training am Donnerstag.
Werder beim Training am Donnerstag. © gumzmedia
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Werder beim Training am Donnerstag.
Werder beim Training am Donnerstag. © gumzmedia
Werder beim Training am Donnerstag.
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Werder beim Training am Donnerstag.
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Werder beim Training am Donnerstag.
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Werder beim Training am Donnerstag.
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