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Pavlenka sitzt auf dem Hosenboden, Plea hatte kurz zuvor zugeschlagen.

Kohfeldt-Elf verliert drittes Bundesliga-Spiel in Folge

Plea nicht zu stoppen - Werder verliert 1:3 gegen Gladbach

Bremen - Dritte Pleite in Serie: Werder Bremen ist in der Bundesliga endgültig auf dem Boden der Tatsachen angekommen. Im Heimspiel gegen Borussia Mönchengladbach kassierte die Mannschaft von Trainer Florian Kohfeldt am Samstagnachmittag eine verdiente 1:3 (0:1)-Niederlage, bei der Gladbachs Stürmer Alassane Plea einen Dreierpack schnürte. Werders Tor erzielte Nuri Sahin. In der Tabelle sind die Bremer auf Platz sieben abgerutscht.

Kohfeldt hatte sich vor dem Spiel taktisch einiges einfallen lassen, um den Tabellenzweiten vor Probleme zu stellen. Bei gegnerischem Ballbesitz agierte Werder in einem 4-4-2-System, in dem Startelf-Rückkehrer Martin Harnik und Max Kruse das Sturmduo bildeten. Hatten die Bremer den Ball erobert, trugen sie ihre Angriffe im 3-5-2-System vor. Nuri Sahin ließ sich dann zwischen die beiden Innenverteidiger fallen, um den Spielaufbau mit anzukurbeln, Philipp Bargfrede, der rechtzeitig für das Spiel fit geworden war, agierte als Sechser.

Werder hatte in der Anfangsphase Mühe, gegen gut stehende Gladbacher in die Partie zu finden - Folge: Die Gäste hatten mehr Spielanteile, bestimmten zunächst den Rhythmus - und wären in der fünften Minute beinahe schon in Führung gegangen: Nach einer Ecke stocherte Tobias Strobl den Ball im Liegen am langen Pfosten vorbei. Ansonsten hatten die Hausherren defensiv aber alles im Griff und ließen keine gefährlichen Abschlüsse des Gegners zu.

Auf der anderen Seite dauerte es gut 20 Minuten, ehe sich auch Werders Offensive im mit 42.100 Zuschauern ausverkauften Weserstadion zum Dienst meldete. Maximilian Eggestein hatte die erste Bremer Chance, zielte mit links am Tor vorbei (21.). Eine Szene, die wie ein Weckruf wirkte, denn Werder war nun da. Martin Harnik scheiterte am stark reagierenden Gladbacher Torhüter Yann Sommer (23.), kurz darauf gab es dann die bis dato dickste Möglichkeit der Partie. Nach einem langen Ball von Niklas Moisander legte Harnik den Ball artistisch auf Davy Klaassen ab, dessen Schuss Oscar Wendt gerade noch abfälschte (28.). Werder war nun im Spiel angekommen und gerade dabei, den von Kohfeldt geforderten Mut im Kombinationsspiel zu zeigen, als es kurz vor der Pause die kalte Dusche gab.

Plea trifft kurz vor und nach der Pause

In der 39. Minute landete der Ball über Umwege bei Gladbachs Topstürmer Alassane Plea, der mit einer einzigen Bewegung im Strafraum Klaassen und Harnik aussteigen ließ, um dann überlegt ins lange Eck einzuschieben - 1:0 für die Gäste. Für Plea, den Gladbach im Sommer aus Nizza verpflichtet hatte, war es bereits das sechste Bundesligator. Schlecht für Werder: Damit hatte der Franzose an diesem Nachmittag noch lange nicht genug.

Direkt nach Wiederbeginn erhöhte Plea nach einer flach ausgeführten Ecke auf 2:0 (48.). Sein von Milos Veljkovic abgefälschter Schuss war Torhüter Jiri Pavlenka durch die Beine gerutscht. Wie schon beim 1:2 in Mainz hatte Werder also wieder kurz nach der Pause ein Gegentor kassiert, es sollte dieses Mal aber noch schlimmer kommen. Wenig später rettete Pavlenka gegen Plea zwar in höchster Not (50.), wiederum nur zwei Minuten danach war der Dreierpack des Stürmers aber perfekt. Veljkovic hatte den Torjäger im Rücken aus den Augen verloren, sodass dieser eine Hereingabe von Wendt problemlos verwerten konnte.

Fotostrecke: Plea trifft dreifach - Sahins Tor-Premiere wertlos

Werder Bremen gegen Borussia Mönchengladbach
Werder Bremen gegen Borussia Mönchengladbach © gumzmed ia
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Werder Bremen gegen Borussia Mönchengladbach © gumzmedia
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Werder Bremen gegen Borussia Mönchengladbach © dpa
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Sahin verkürzt mit seinem ersten Werder-Treffer

Spätestens jetzt wurden böse Erinnerungen an das 2:6 gegen Leverkusen wach, die Bremer fanden aber schnell eine passende Antwort. Nach Zuspiel von Ludwig Augustinsson sorgte Nuri Sahin mit seinem ersten Tor im Werder-Trikot für das 1:3 (59.), was eine gute halbe Stunde vor Spielende plötzlich kein aussichtsloser Rückstand mehr war. Nach Flanke von Harnik hätte Kruse per Kopf sogar das schnelle 2:3 erzielen können (60.).

Werder lief nun immer wieder an, während sich Gladbach aufs Kontern beschränkte. In der 75. Minute brachte Kohfeldt Claudio Pizarro für Sahin - und setzte damit endgültig alles auf eine Karte. Mit seiner ersten Aktion hätte der Altmeister beinahe getroffen, sein Kopfball flog allerdings gegen die Latte (76.). Auch Theodor Gebre Selassie hatte den Anschlusstreffer auf dem Fuß, fand aber seinen Meister in Sommer (78.). Gladbach hätte auf der anderen Seite aber auch noch den einen oder anderen Treffer nachlegen können. Die besten Konterchancen vergaben Plea (84.), der an Pavlenka scheiterte, und Florian Neuhaus (90.), der den Ball neben das Tor lupfte.

Werder muss wegen der anstehenden Länderspielpause nun zwei Wochen warten, ehe sich am 25. November beim SC Freiburg die nächste Gelegenheit bietet, die Negativserie zu stoppen.

Werder: Pavlenka - Gebre Selassie, Veljkovic, Moisander, Augustinsson - Bargfrede (46. J. Eggestein), Sahin (75. Pizarro), M. Eggestein, Klaassen - Harnik (86. Rashica), Kruse

Werder-Fans beim Heimspiel gegen Gladbach 

Werder-Fans beim Heimspiel gegen Gladbach.
Werder-Fans beim Heimspiel gegen Gladbach. © Gumz
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Werder-Fans beim Heimspiel gegen Gladbach. © Gumz
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