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Erst Milot Rashica, dann Davy Klaassen - Werder bejubelte zwei Tore gegen Schalke 04.

Werder gewinnt 2:0 gegen Schalke 04

Rashicas Traumtor ebnet den Weg ins Halbfinale - Fans träumen jetzt vom HSV

Gelsenkirchen – Zäher Start, zauberhaftes Ende: Mit einem 2:0 (0:0)-Sieg bei Schalke 04 ist Werder Bremen am Mittwochabend ins Halbfinale des DFB-Pokals eingezogen.

Milot Rashica (65.) und Davy Klaassen (72.) sorgten mit ihren Treffern dafür, dass die Bremer weiter vom Endspiel in Berlin und dem siebten Pokaltriumph der Vereinsgeschichte träumen dürfen. Die Vorschlussrunde wird am Sonntag ab 18.00 Uhr im Rahmen der ARD-Sportschau ausgelost. Mit im Topf sind dann Bayern München, RB Leipzig und der Nordrivale Hamburger SV. „Über Hamburg fahren wir nach Berlin“, sangen die maximal euphorisierten 7.000 Werder-Fans in der mit 61.000 Zuschauern ausverkauften Schalker Veltins-Arena.

Die Ouvertüre des Spiels war eine Aufstellung mit absolutem Seltenheitswert in dieser Saison. Erstmals fehlte Theodor Gebre Selassie in der Bremer Startelf. Wegen einer Oberschenkelprellung, zugezogen beim 3:1 gegen Mainz 05 am Samstag, musste der Rechtsverteidiger passen. Für ihn rückte der Österreicher Marco Friedl in die Mannschaft. Zudem stürmte wieder Johannes Eggestein statt wie am Wochenende Martin Harnik an der Seite von Milot Rashica. Nuri Sahin übernahm das defensive Mittelfeld, und in der Viererkette bekam Milos Veljkovic erneut den Vorzug vor Sebastian Langkamp. Auf der Bank fehlte Claudio Pizarro, der seine Oberschenkelprobleme zwar auskuriert hat, von Kohfeldt dennoch nicht berücksichtigt wurde. Dafür saß erstmals in diesem Kalenderjahr Yuya Osako auf der Bank. Der Japaner hatte seit seiner Rückkehr vom Asien-Cup wegen einer Sehnenreizung im Rücken gefehlt.

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Eggestein vergibt beste Chance in der ersten Hälfte

Ob es die drei Änderungen in der Startelf oder doch die Schalker Gegenwehr war, die den Bremer Motor ins Stottern brachte, sei dahingestellt. Jedenfalls hatte der SV Werder, der zuvor in der Liga drei Siege in Folge gefeiert hatte, große Probleme, ins Spiel zu finden. Schon nach nur etwas mehr als einer Minute musste Torhüter Jiri Pavlenka gegen Breel Emobolo Kopf und Kragen (und einen Elfmeter) riskieren. Zum Bremer Glück bekam er die Finger an den Ball.

Ein Schuss von Milot Rashica, der versuchte, Schalke-Keeper Alexander Nübel aus der Distanz zu überraschen (25.), sowie ein Abschluss von Marco Friedl waren die ersten Werder-Offensivszenen. Die beste Chance besaß aber „Jojo“ Eggestein, der zentral aus 14 Metern freie Schussbahn hatte, das Tor aber knapp verfehlte (42.). Bruder Maximilian kam wenig später zur nächsten Gelegenheit, jagte den Ball aber in den Oberrang (45.). Beide durften sich an die Worte ihres Trainers Florian Kohfeldt erinnert fühlen. Vor dem Spiel hatte er seinen Spieler eingeimpft: „In so einer Partie muss sich jede Chance anfühlen, als wäre es die einzige.“ Sollte heißen: nicht schludern, sondern nutzen.

Milot Rashica bejubelt sein Tor zum 1:0 gegen Schalke 04.

Hat Werder nicht gemacht, Schalke aber auch nicht. Salif Sane hatte nach 27 Minuten die Führung vor Augen, sein Kopfball missriet jedoch gründlich. Die erste Halbzeit, in die die Gastgeber stark gestartet waren, deren Ende aber Werder gehörte, brachte also nur ein 0:0 hervor. Und es blieb festzuhalten: Das Duell zwischen fünffachem und sechsfachem Pokalsieger hatte noch viel Luft nach oben.

Die Schalker waren es, die mit Wiederbeginn deutlich zeigten, dass sie dies zu ändern gedachten. Das Team von Trainer Huub Stevens kam mit Wucht aus der Kabine und hatte binnen weniger Minuten drei gute Chancen. Der erst 19 Jahre alte Nassim Boujellab zielte über das Tor (47.), Sane verpasste eine Freistoß-Hereingabe (50.) und Guido Burgstaller traf nach einer Ecke nur den Pfosten (52.). Diese Szenen passten zur jüngsten Heimbilanz der Knappen in der Bundesliga – dreimal in Folge waren sie im eigenen Stadion ohne Tor geblieben.

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Fotostrecke: Rashica zirkelt, Klaassen spitzelt - Werder ist weiter

Werder Bremen gegen Schalke 04
Werder Bremen gegen Schalke 04 © gumzmedia
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Werder Bremen gegen Schalke 04 © dpa
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Werder Bremen gegen Schalke 04 © Sielski
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Werders Doppelschlag entscheidet das Spiel

Werder ist das in der gesamten Saison noch nicht passiert – weder in Heim- noch in Auswärtsspielen. Doch in diesem K.o.-Spiel bestand eine echte Gefahr, erstmals leer auszugehen. Nach vorne ging einfach nicht viel für die Grün-Weißen. Bis Rashica alles richtig machte: Friedl fing in der Schalker Hälfte den Ball ab, passte zu dem Kosovaren – und der zog mit rechts ab. Unhaltbar rauschte der Ball von halbrechter Position ins lange Eck (65.). Traumhaft schön. So ein Tor schießt nur einer, dessen Selbstvertrauen gerade am oberen Limit ist. Einer wie Rashica eben.

Traumhaft schön auch das 2:0 sieben Minuten später. Nach Hereingabe von Ludwig Augustinsson schubste Klaassen den Ball dermaßen geschickt ins lange Eck, dass man sich fragen konnte: Hat der Niederländer ein Fußgelenk aus Gummi? Schalke fiel nach diesem Doppelschlag nichts mehr ein, der Schock saß zu tief. Und Werder spazierte seiner 21. Halbfinal-Teilnahme im DFB-Pokal entgegen.

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