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Der Ärger über das DFB-Pokal-Aus ist weitgehend verraucht. Der Blick geht nach vorne: Vollgas für Europa!

Kohfeldt träumt vom Happy End gegen Leipzig

„Richtig gallig“ ins Schlüsselspiel

Bremen - Niederlagen schmerzen, im Pokal noch viel mehr – und mit einem unberechtigten Strafstoß wie am Mittwoch gegen den FC Bayern werden sie fast unerträglich.

Doch in der Werder-Kabine sitzen längst keine traurigen Verlierer mehr, die sich betrogen fühlen. „Es herrscht der Grundtenor, dass wir ganz viel Stärke aus diesen Spielen gegen die Bayern herausziehen können“, sagt Trainer Florian Kohfeldt, der für die Bundesliga-Partie am Samstag in Düsseldorf (15.30 Uhr, DeichStuben-Liveticker) ein Vollgas-Versprechen abgab: „Die Jungs werden richtig, richtig gallig sein. Denn sie wollen jetzt über einen anderen Weg nach Europa.“

Jetzt bleibt nur noch die Bundesliga

Der DFB-Pokal wurde im Halbfinale zur Sackgasse, jetzt bleibt nur noch die Bundesliga. In den verbleibenden vier Spielen muss Werder irgendwie den Sprung von Platz acht auf Rang sieben schaffen – mindestens. Besser noch auf Rang sechs, dann bliebe den Bremern der beschwerliche Gang durch die Qualifikation in die Gruppenphase erspart.

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Qualifikation ist auch ein gutes Stichwort für die Partie bei Fortuna Düsseldorf. Denn Werder braucht bei dem überraschend starken Aufsteiger einen Sieg, um sich überhaupt für einen heißen Endspurt in der Liga zu qualifizieren. Kohfeldt nennt die Partie deshalb ein „tabellarisches Schlüsselspiel“. Mit drei Punkten bleibt das Team gut im Rennen, ein Remis wäre dagegen schon ein Rückschlag. „Wir müssen gewinnen. Dann haben wir es selbst in der Hand, unser Saisonziel zu erreichen“, sagt der Coach.

Leichter wird es danach jedoch gewiss nicht. Am 32. Spieltag kommt Titelanwärter Borussia Dortmund ins Weserstadion, danach geht es für die Bremer zum direkten Konkurrenten 1899 Hoffenheim. „Das könnte ein Endspiel sein“, blickt Kohfeldt schon voraus. Die Kraichgauer sind derzeit vier Punkte besser als Werder.

Liga-Finale gegen RB Leipzig

Kohfeldt denkt auch schon an das Liga-Finale gegen RB Leipzig und gewährt einen besonderen Einblick in seine Fantasie: „Ich habe schon die Szene im Kopf, wie wir am letzten Spieltag gegen Leipzig wieder zusammen mit den Fans im Weserstadion einen wunderschönen Nachmittag erleben können.“ Dieser 18. Mai mit dem letzten Spieltag und der Europa League als (erhofftem) Happy End ist also im Kalender des Trainers bereits rot angestrichen.

Fotostrecke: So lief das Abschlusstraining vor dem Düsseldorf-Spiel

Werder-Training am Freitag.
Werder-Training am Freitag. © gumzmedia
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Werder-Training am Freitag.
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Werder-Training am Freitag.
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Werder-Training am Freitag.
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Werder-Training am Freitag.
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GER, 1. FBL, SV Werder Bremen
GER, 1. FBL, SV Werder Bremen © gumzmedia

Doch alle Träumereien helfen nicht, wenn die Pflicht nicht erfüllt wird. Und die heißt nun mal Düsseldorf. es ist ein Gegner, der als sicherer Absteiger galt, sich aber souverän den Klassenerhalt gesichert hat. Und nicht nur das: Kohfeldt verleiht der Fortuna sogar einen inoffiziellen Titel – den als „vielleicht beste Konter-Mannschaft der Liga. Die Fortuna hat ganz viel Tempo“, sagt der 36-Jährige und nennt dabei stellvertretend Benito Raman und Dodi Lukebakio. „Man muss Fortuna und Trainer Friedhelm Funkel ein unfassbares Kompliment für diese Saison machen. Sie haben eine ganz eigene Art entwickelt, Fußball zu spielen, die komplett auf den Kader zugeschnitten ist.“

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Dazu kommt eine ungewohnte Euphorie in Düsseldorf. Die Merkur-Spielarena, wie das einstige Rheinstadion inzwischen heißt, ist mittlerweile regelmäßig ausverkauft. In der Hinrunde war das nicht immer der Fall gewesen, obwohl die Ergebnisse für einen Aufsteiger sehr gut waren.

Werder wird das alles kaum schocken, denn der eigene Anhang beweist einmal mehr eine bemerkenswerte Treue und Reiselust: 6.500 Tickets wurden an Bremer Fans verkauft, mehr gab es nicht. Die Grün-Weißen werden auch noch alle ein bisschen traurig sein, aber spätestens, wenn die Mannschaft zum Aufwärmen auf den Platz kommt, nur noch eines im Kopf haben: Vollgas für Europa!

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