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Die Teamkollegen von Jiri Pavlenka (Mitte) wussten, dass ihr Keeper großen Anteil am Punktgewinn gegen Dortmund hatte.

Kollegen loben Werder-Keeper

Pavlenka ist „unterbezahlt“

Bremen - Sebastian Langkamp wirkte plötzlich ganz ernst, als er nach seinem Teamkollegen Jiri Pavlenka befragt wurde. „Er ist unterbezahlt“, sagte der Verteidiger über den Torwart – und es dauerte, bis sich der Werder-Profi in der kleinen Runde mit Journalisten ein Grinsen gönnte.

Es war ein kleiner Scherz, der aber vielleicht gar nicht so lustig für Werder ist. Denn nach der neuerlichen Glanzparaden-Gala von Pavlenka beim 1:1 gegen Borussia Dortmund stellt sich die Frage: Wie lange kann Werder diesen Keeper noch halten?

„Er ist einfach ein kompletter Torwart“, schwärmte Maximilian Eggestein. Pavlenka hatte die Dortmunder Angreifer schier zur Verzweiflung gebracht, immer irgendwie noch einen Fuß oder eine Hand an den Ball bekommen. Nur beim Schuss von Marco Reus in der ersten Halbzeit war er machtlos gewesen. „Es ist einfach ein super Gefühl, so einen Keeper hinter sich zu haben“, meinte Jerome Gondorf.

Pavlenkas Konstanz beeindruckt immer mehr

Inzwischen ist es fast Standard, dass Pavlenka der Held des Tages ist. Seine Konstanz beeindruckt immer mehr. „Jiri ist einfach total fokussiert“, berichtete Langkamp, der sich zwischenzeitlich sogar mal Sorgen um seinen Kollegen gemacht hat. Pavlenka sei unter der Woche manchmal so still, „da habe ich schon an einen Weckruf gedacht“. Weil Pavlenka im Spiel dann voll da war, schenkte sich Langkamp seinen Sondereinsatz. „Er ist eben ein Torwart“, meinte Langkamp und schmunzelte.

Vor der Saison hatte Werder eine Ablöse von drei Millionen Euro für den Torwart an Slavia Prag überwiesen – seinen Markwert hat der Tscheche mittlerweile in ganz andere Sphären geschraubt. Interessenten für den Keeper dürfte es im Sommer zuhauf geben – die große Frage wird sein, was Pavlenka selbst möchte. Der 26-Jährige gilt als bodenständig, sein Vertrag in Bremen läuft noch bis 2020.

Pavlenka weiß, was er an Werder hat, welch gutes Umfeld ihm der Verein für seine weitere sportliche Entwicklung auch in der kommenden Saison bieten kann. Und es bleibt ja auch immer noch die Möglichkeit, das Gehalt des Schlussmannes entsprechend anzupassen. Die Chancen, dass Pavlenka bleibt, stehen also nicht schlecht.

Werder-Trainer Florian Kohfeldt hat den Keeper jedenfalls fest eingebaut in die eigene Zukunftsplanung. „Jiri strahlt eine unheimlich Ruhe aus und entwickelt sich ständig weiter. Er wird über Jahre die Nummer eins bei uns sein.“

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Werder Bremen gegen Borussia Dortmund.
Werder Bremen gegen Borussia Dortmund. © afp
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