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Jiri Pavlenka fungiert vor dem Spiel gegen Bayern München als Mutmacher bei Werder Bremen.

Torwart glaubt an Chance gegen die Bayern

Pavlenka und die Wenn-nicht-jetzt-wann-dann-Stimmung

Bremen - Jiri Pavlenka hat einen Satz gesagt, der Mut machen soll. Mut für das Spiel des SV Werder Bremen am Samstag gegen den FC Bayern. Der Satz lautete: „Ein Spiel beendet noch keine Krise.“

Der Bremer Torhüter hatte damit auf das 5:1 der Münchner gegen Benfica Lissabon in der Champions League am Dienstagabend angespielt. Es war ein überzeugender Auftritt der Bayern, und er warf die Frage auf, ob dieses Team mit seinem in der Kritik stehenden Trainer Niko Kovac nun das Leistungstief hinter sich gelassen hat.

Pavlenka glaubt, dass es nicht so ist. Er muss auch so denken, denn Werder, das seit einer Ewigkeit nichts bestellt hat gegen den Rekordmeister, klammert sich vor der Partie an den Gedanken, dass der Gegner angeschossen ins Weserstadion kommt. Der Keeper verbreitete in einer Medienrunde gar eine Art Wenn-nicht-jetzt-wann-dann-Stimmung.

„Bayern ist in dieser Saison nicht so stark wie in der Vergangenheit“, sagte Pavlenka also und tat so, als ob es die eigenen Probleme in den vergangenen Wochen nicht gegeben hätte. Werder ist aktuell schließlich ein Team, das gerade erst mit einem glücklichen Unentschieden beim SC Freiburg eine Serie von drei Niederlagen stoppte. Der Satz von dem einen Spiel, das eine Krise nicht beenden kann, könnte also auch bei den Bremern Anwendung finden. Aber darauf verzichtete der in Freiburg überragend starke Pavlenka natürlich.

Pavlenka: Brauchen die Punkte für Europa - genauso wie die Bayern

Es geht schließlich darum, sich wieder in eine Stimmung zu bringen wie in der Rückrunde der vergangenen Saison. Im Januar verlor Werder mit 2:4 in München, war aber mutig aufgetreten und hatte an einem Punktgewinn geschnuppert. Weil es aber wieder nicht zu einem Remis reichte, warten die Bremer mittlerweile seit 2010 auf einen Zähler gegen Bayern, seit 2008 sogar schon auf einen Sieg.

Wenn nicht jetzt, wann dann? Pavlenka will an die Chance glauben. Und es reicht ihm wiederum ein Satz, um zu erklären, wieso das Duell am Samstag eines von zwei Teams auf Augenhöhe ist: „Wir brauchen die Punkte genauso wie die Bayern, um nach Europa zu kommen.“ Das ist freilich neu.

Jiri Pavlenka: Seine Karriere in Bildern

Der tschechische Nationaltorhüter Jiri Pavlenka steht seit Beginn der Saison 201772018 im Tor des SVW und ist die unumstrittene Nummer 1.
Der tschechische Nationaltorhüter Jiri Pavlenka steht seit Beginn der Saison 2017/2018 im Tor des SVW und ist die unumstrittene Nummer 1. © gumzmed ia
Jiri Pavlenka
Jiri Pavlenka spielte zuerst beim FC Hlucin in den Jugendmannschaften, wechselte dann in die Jugend des FC Banik Ostrau. Ab 2011 war er dort bei den Profis, wurde zunächst aber wieder für ein Jahr an den FC Hlucin verliehen. Nach seiner Rückkehr wurde er ab der Saison 2013/14 Stammtorhüter bei Ostrau.  © imago
Jiri Pavlenka
Im Januar 2016 verpflichtete der SK Slavia Prag den tschechischen Keeper. © imago
Jiri Pavlenka
Pavlenka holte mit Prag in der Saison 2016/17 die tschechische Meisterschaft und nahm an der Europa-League-Qualifikation teil.  © imago
Jiri Pavlenka
Zur Saison 2017/18 kam Jiri Pavlenka für drei Millionen Euro an die Weser... © Gumz
Jiri Pavlenka
...und ersetzte den früheren Stammkeeper Felix Wiedwald.  © Gumz
Jiri Pavlenka
Zu Beginn der Saison 2017/18 stand er in allen Partien zwischen den Pfosten.  © imago
Bei den Bremer Fans machte er sich schnell durch gute Leistungen beliebt. 
Bei den Bremer Fans machte er sich schnell durch gute Leistungen beliebt.  © imago
Mit Glanzparaden verhinderte der Keeper dabei, wie hier gegen Freiburg, meist Schlimmeres.
Mit Glanzparaden verhinderte der Keeper dabei, wie hier gegen Borussia Mönchengladbach, meist Schlimmeres. © gumzmedia
Jiri Pavlenka
Seine Heimat Tschechien durfte Pavlenka in vier Spielen der U21-Nationalmannschaft vertreten, seit November 2016 steht er auch im Kader der A-Nationalmannschaft. © imago
Durch viele starke Paraden ist Jiri Pavlenka zu einem der besten Keeper der Liga geworden.
Durch viele starke Paraden ist Jiri Pavlenka zu einem der besten Keeper der Liga geworden. © gumzmedia
Die tschechische „Krake“, wie er in Bremen liebevoll genannt wird, wird von den DeichStube-Lesern zum „Spieler der Saison 2017/2018“ gewählt.
Die tschechische „Krake“, wie er in Bremen liebevoll genannt wird, wird von den DeichStube-Lesern zum „Spieler der Saison 2017/2018“ gewählt. © gumzmedia
Bei Werders Pokal-Coup im Februar 2019 in Dortmund spielte Jiri Pavlenka eine Hauptrolle: er hielt im Elfmeterschießen zwei Schüsse der Dortmunder und avancierte dadurch zum Pokalhelden.
Bei Werders Pokal-Coup im Februar 2019 in Dortmund spielte Jiri Pavlenka eine Hauptrolle: er hielt im Elfmeterschießen zwei Schüsse der Dortmunder und avancierte dadurch zum Pokalhelden. © gumzmedia

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