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Werder-Youngster Josh Sargent durfte sich gegen den VfB Stuttgart das erste Mal in der Bremer Startelf beweisen.

US-Boy erstmals von Beginn an für Werder

Sargent und das durchwachsene Debüt

Bremen - Als er die gute Nachricht hörte, musste sich Josh Sargent doch arg zusammenreißen. Am Freitagmittag, kurz nach dem gemeinsamen Essen mit der Mannschaft, hatte Trainer Florian Kohfeldt den 19-Jährigen beiseite genommen, um ihm mitzuteilen, dass er am Abend im Heimspiel gegen den VfB Stuttgart (1:1) in Werders Startaufstellung stehen würde - zum ersten Mal überhaupt in der Bundesliga. 

„Er hat krampfhaft versucht, nicht zu lachen“, berichtete Kohfeldt, „aber ich habe schon gemerkt, dass er am liebsten gestrahlt hätte.“ Warum auch nicht? Schließlich war die erstmalige Startelf-Nominierung ein großer Erfolg für Sargent - während des Spiels lief es dann allerdings weniger gut.

Der US-Amerikaner begann auf dem rechten Flügel, und Kohfeldt hatte eine klare Vorstellung davon, was er von Sargent sehen wollte. „Wir wollten vorne das größtmögliche Tempo und die größtmögliche Eins-gegen-eins-Qualität haben. Das ist bei Josh gegeben“, sagte Kohfeldt - und ergänzte: „Er hat zudem eine hohe Strafraumpräsenz, das waren die Argumente, die für ihn gesprochen haben.“

Für Johannes Eggestein (Kohfeldt: „Jojo ist ein Spieler, der aus der Tiefe kommt. Wir hatten aber erwartet, dass wir gegen einen tiefstehenden Gegner spielen.“) blieb vorerst nur der Platz auf der Bank. Der neue Mann Sargent schaffte es während seines Debüts dann aber nicht, seine Fähigkeiten einzubringen. Der Angreifer rannte sich zu oft fest, ließ Bälle verspringen, kam nicht zum Abschluss. In der 61. Minute war die Partie für ihn beendet, Altmeister Claudio Pizarro kam auf den Platz. 

Kohfeldt zeigte sich hinterher im Großen und Ganzen zufrieden mit dem Auftritt seines Shooting Stars. „Wie die gesamte Mannschaft hat auch er nicht die Momente erwischt, wo du sagst: Heute läuft's. Aber er hat super gearbeitet, hat Räume aufgerissen, alles gut. Es wird nicht sein letzter Startelfeinsatz sein“, sagte der Trainer und verwies auf Sargents junges Alter: „Da ist es doch klar, dass es etwas Besonderes für ihn ist.“ 

Fotostrecke: Zubers Blitz-Start - Klaassens Hammer

Werder Bremen gegen VfB Stuttgart
Werder Bremen gegen VfB Stuttgart © gumzmedia
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US-Nationaltrainer beobachtete Sargent im Stadion

Großartige Ratschläge oder motivierende Ansprachen seiner Mitspieler hatte der Rotschopf vor der Partie übrigens nicht erhalten. „Er ist ein ruhiger Typ, der nicht so gerne redet“, berichtete Sebastian Langkamp (31) mit einem Schmunzeln, „deswegen lässt man ihn besser mal in Ruhe“. Langkamp selbst sei das früher auch ganz Recht gewesen: „Als ich ein bisschen jünger war, war ich froh, wenn der eine oder andere erfahrene Spieler zu mir gekommen ist, aber auch nicht im Übermaß, weil du dich ja versuchst, aufs Spiel zu konzentrieren.“

Das hatte Sargent zweifelsfrei auch getan - schließlich saß auch der neue US-Nationaltrainer Gregg Berhalter auf der Tribüne des Weserstadions, um sich vor Ort einen Eindruck des Stürmers zu machen. Seit der Ex-Profi (Energie Cottbus, 1860 München) das Traineramt im Dezember 2018 übernommen hat, hat er Sargent noch nicht berücksichtigt.

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