+
Haben derzeit wirklich gut lachen: Werder-Keeper Jiri Pavlenka und Stürmer Milot Rahica (re.).

Trotz seines Formhochs

Keine Flausen bei Rashica: Die Rakete hebt nicht ab

Bremen - Neun Tore in elf Pflichtspielen - das Jahr 2019 hätte für Milot Rashica bisher kaum besser laufen können. Bei Werder hat sich der 22-jährige Angreifer längst einen Stammplatz erkämpft - und auch über die Grenzen Bremens hinaus ist er derzeit in aller Munde.

Keine Frage: So etwas kann einem jungen Profi durchaus zu Kopf steigen - bei Rashica (Spitzname: „Rakete“) macht sich Werder-Trainer Florian Kohfeldt da aber überhaupt keine Sorgen. „Milot ist ein sehr angenehm zurückhaltender Junge, der das alles gut einordnen kann“, sagte Kohfeldt am Donnerstag während der Pressekonferenz vor dem Auswärtsspiel bei Borussia Mönchengladbach (Sonntag, 18.00 Uhr). Eine Veränderung könne er bei seinem Schützling angesichts desser starker Form jedenfalls nicht feststellen.

Schon gelesen? Gladbach-Manager Max Eberl im Interview: Werder macht Spaß

Rashica: Nach Startschwierigkeiten durchgestartet

Heißt: Keine Nachlässigkeiten, keine Flausen - dafür weiterhin volle Fokussierung auf das Wesentliche. Wer Kohfeldt kennt, der weiß, dass er bei seinen Profis neben den sportlichen Aspekten auch auf diese Dinge sehr genau achtet - und im Zweifel vor harten Entscheidungen nicht zurückschreckt.

Zur Erinnerung: Als Rashica neu war bei Werder, wollte er es direkt allen zeigen, wollte seine Stärken - das Dribbling, die Schnelligkeit, die Distanzschüsse - sofort auf den Platz bringen, was ihm aber nur in Ansätzen gelang. Auf der anderen Seite hatte der Kosovare große Schwierigkeiten damit, den taktischen Anforderungen seines Trainers gerecht zu werden, sprich: auch in der Defensive mitzuhelfen und bestimmte Wege zu gehen. 

Kohfeldts fruchtende Erziehungsmaßnahme

Er kam diesen Aufträgen während seiner Einsätze schlichtweg nicht nach. Kohfeldt nahm das wahr, sprach viel mit dem jungen Stürmer - und griff letztlich zu einer harten pädagogischen Maßnahme: Er ließ Rashica vom vierten bis zum neunten Spieltag komplett draußen. Und das hat etwas bewirkt.

Inzwischen weiß der Nationalspieler, was bei Werder von ihm erwartet wird und bringt seine Stärken ein. Das Pokalspiel gegen Schalke lieferte da jüngst einen schönen Beleg: In der zweiten Halbzeit rettete Rashica einmal per Grätsche am eigenen Strafraum - um kurze Zeit später vorne das herrliche 1:0 zu erzielen.

Auch interessant

Neu und nur in der DeichStube!

DIE DEICHSTUBE ALS KOSTENLOSE APP

Die DeichStube gibt es jetzt auch als kostenlose App. Einfach downloaden!

Was denkst Du über den Artikel?

Nichts mehr verpassen

Kommentare