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Werder-Cheftrainer Florian Kohfeldt will gegen Weiche Flensburg keine Spieler schonen - ein Sieg ist Pflicht.

Keine Rotation gegen Flensburg

Klare Forderung vom Chef: „Souveräner Sieg!“

Bremen - Natürlich muss ein Bundesligist in der zweiten Runde des DFB-Pokals gewinnen. Doch nach der 2:6-Heimklatsche gegen Bayer Leverkusen erwartet Coach Florian Kohfeldt am Mittwochabend in Lübeck gegen Weiche Flensburg (18.30 Uhr) als „angemessene Reaktion“, wie er selbst sagt, schon mehr von seiner Mannschaft: „Einen souveränen und über die gesamte Spielzeit ungefährdeten Sieg.“

Kohfeldt mangelt es dabei nicht an Respekt vor dem Gegner. Der Viertligist wurde in der Vorbereitung wie jeder anderer Gegner bei einem Pflichtspiel behandelt. Die Analysten haben sich mit Videomaterial eingedeckt, Co-Trainer Thomas Horsch war am Freitag bei Flensburgs Ligaspiel in Lübeck vor Ort und Kohfeldt selbst hat sich Weiches Pokalcoup gegen Zweitligist VfL Bochum noch mal angeschaut. Dabei ist ihm das „mannorientierte Pressing“ genauso aufgefallen wie die „langen Bälle, die das Mittelfeld überbrücken“.

Und vorne wüssten die Flensburger „schon sehr gut, etwas mit dem Ball anzufangen“. Spielernamen nannte er dabei nicht. Aber Kohfeldt lobte, wie nachhaltig in Flensburg gearbeitet, also über Jahre eine Mannschaft aufgebaut wurde. Das ist selten in der Regionalliga, wo Spielerwechsel quasi an der Tagesordnung sind.

Einsatz für Moisander und Bargfrede kommt zu früh

Auch bei Werder wird am Mittwoch gewechselt, aber nur unfreiwillig, wie Kohfedt betont. Niklas Moisander und Philipp Bargfrede würden keineswegs geschont, weil es nur gegen einen Regionalligisten geht. Für die beiden angeschlagenen Profis, die am Sonntag gegen Leverkusen nur zuschauen konnten, käme ein Einsatz schlichtweg zu früh. „Wir werden die an diesem Tag bestmögliche Aufstellung bringen, es geht nicht um Rotation“, stellt Kohfeldt klar: „Es klingt vielleicht nicht so spektakulär, wenn man in Lübeck gegen Flensburg spielt, aber das ist ein hochattraktiver Wettbewerb.“

Der nicht nur einen Titel einbringen würde, sondern auch die Qualifikation für die Europa League. Dafür braucht es nur noch fünf Siege. Natürlich haben die Bremer das im Hinterkopf, genauso wie das Thema Geld. Das Erreichen des Achtelfinals sei auch „finanziell eingeplant“, bestätigte Sportchef Frank Baumann.

Motivationsprobleme gibt es aber so oder so nicht zu befürchten, wie Nuri Sahin betonte. Der Mittelfeldspieler hat mit Dortmund vier Mal im Pokalfinale gestanden, einmal hat er den Pott gewonnen. „Das ist ein extrem geiler Wettbewerb“, schwärmte der 30-Jährige: „Ganz wichtig ist, dass du solche Spiele gegen unterklassige Mannschaften professionell angehst.“

So könnte Werder spielen: Mögliche Startelf gegen Flensburg

Das macht Werder. Schon am Tag vor dem Spiel reist die Mannschaft nach Lübeck. Und es wird noch viel über den Gegner gesprochen. „Es gibt immer diese ein, zwei Momente des Konters gegen solche Gegner“, warnte Kohfeldt und fügte noch schmunzelnd an: „Und Konter sind ja gerade ein großes Thema bei uns.“ Wegen fehlender Konterabsicherung war Werder gegen Leverkusen böse unter die Räder gekommen. Diese schmerzhafte Erfahrung wollen die Bremer in Lübeck möglichst vergessen machen.

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