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Video-Beweis-Chef Jochen Drees übt nach dem DFB-Pokal-Halbfinale Kritik an Schiedsrichter Daniel Siebert und den Video-Assistenten.

Nach Bremer Pokal-Aus gegen Bayern

Kritik von Video-Beweis-Chef Drees: Elfmeter-Entscheidung „nicht korrekt“

Bremen - Jochen Drees hat als Chef der DFB-Videoschiedsrichter Fehler beim umstrittenen Elfmeter für den FC Bayern München im Pokalhalbfinale bei Bremen (3:2) eingeräumt.

Schiedsrichter Daniel Siebert und Videoassistent Robert Kampka hätten sich „im Prinzip diese Situation nochmal anschauen müssen. Und da haben beide einfach nicht auf die Art und Weise miteinander kommuniziert und geredet, wie wir das erwarten würden“, sagte der frühere Bundesliga-Referee in einem SWR-Interview am Donnerstag. Auf der offiziellen Internetseite des Deutschen Fußball-Bunds (DFB) erklärte Drees, dass es „unbedingt zu einem On-Field-Review“ hätte kommen müssen: „Aus schiedsrichterfachlicher Sicht halten wir die Strafstoßentscheidung für nicht korrekt.“

Werder helfen diese Aussagen jetzt nicht mehr, aber Sportchef Frank Baumann fühlt sich bestätigt: „Diese Aussagen spiegeln unsere Einschätzung wider, die wir nach dem Spiel geäußert haben“, sagte der 43-Jährige gegenüber der DeichStube. „Diese Szene hätte man sich einfach noch mal angucken müssen. Klar, Fehler passieren. Aber in so einem Spiel ist das für uns natürlich extrem bitter. Die Aussagen machen es jetzt nicht besser.“

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Meinungen von Kohfeldt und Kovac gehen auseinander

Schon am Abend nach Abpfiff der Partie hatte es hitzige Diskussionen gegeben. Die Trainer Niko Kovac und Florian Kohfeldt hatten beide einen „packenden Pokalfight“ gesehen, doch beim Knackpunkt des Spiels fanden sie nicht zueinander. „Wir sind zwei befreundete Trainer, aber beim Elfmeter sind wir nicht einer Meinung“, sagte Werders Kohfeldt. Der Rekord-Pokalsieger Bayern zog nach dem knappen, aber verdienten Erfolg zum 23. Mal ins Finale ein - Gegner ist am 25. Mai in Berlin RB Leipzig. Werder bleibt dann nur die Zuschauerrolle.

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Das fand Kohfeldt ungerecht, denn den siegbringenden Foulelfmeter, den Robert Lewandowski (80. Minute) verwandelt hatte, stufte er als „brutal“ und unberechtigt ein. Werder-Verteidiger Theodor Gebre Selassie hatte Wirbelwind Kingsley Coman im Strafraum leicht mit dem Ellbogen berührt, der Franzose fiel daraufhin und holte so den Strafstoß heraus.

(dpa/han/kni)

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