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Nach seiner Verletzung aus dem DfB-Pokalspiel gegen Borussia Dortmund feierte Martin Harnik im Spiel gegen Schalke 04 sein Comeback.

Werder gegen Schalke

Harnik liefert das „Comeback light“

Bremen – Ganz klar: Das große Comeback und die großen Gefühle der Fans gehörten Fin Bartels. Martin Harnik blieb im Spiel gegen Schalke 04 „nur“ die Light-Version – die allerdings in ziemlich perfekter Ausprägung daherkam.

Eingewechselt nach zwei Dritteln des Spiels, Endstand zum 4:2 erzielt – Fußballerherz, was willst du mehr? Nach vier Spielen Pause wegen seiner Anfang Februar im DFB-Pokalspiel bei Borussia Dortmund erlittenen Muskelverletzung meldete sich der 31-Jährige zurück und präsentierte sich anschließend glücklich und zufrieden.

Kaderplatz keine Selbstverständlichkeit

„Ich bin froh, dass ich meinen Kaderplatz und meinen Einsatz mit dem Tor rechtfertigen konnte“, sagte Harnik und klang dabei ein bisschen wie ein junges Talent, das gerade seine ersten Minuten im Profi-Fußball sammelt. Dabei ist der Stürmer das genaue Gegenteil, erfahren, routiniert, gestählt durch 234 Bundesliga-Einsätze. Und dennoch war die Bescheidenheit, mit der Harnik seine Rückkehr ins Team kommentierte, mehr als nur eine Zier. Sie war Ausdruck der neuen Realität bei Werder. Es ist eben keine Selbstverständlichkeit, dass ein Spieler der Kategorie Harnik seinen Platz im 18er-Kader bekommt und dann auch noch eingewechselt wird. Dafür musste der ehemalige österreichische Nationalspieler die Top-Talente Josh Sargent (blieb auf der Tribüne) und Johannes Eggestein (blieb auf der Bank) ausstechen. „Entscheidungen wie die mit Josh sind harte Entscheidungen“, meinte Harnik hinterher, „deswegen freue ich mich, dass ich das Vertrauen zurückzahlen konnte.“

In der vierten Minute der Nachspielzeit hatte der gebürtige Hamburger zum 4:2 getroffen und Werder so von der Gefahr, einen schon sicher geglaubten Sieg noch aus der Hand zu geben, erlöst. „Am Ende war es nochmal unruhig. Jetzt sind wir froh, dass wir unsere Mini-Remis-Serie gebrochen haben.“ Denn die drei 1:1 in Folge hätten schon ein bisschen genervt, gab Harnik zu: „Man redet sich das ein bisschen schön, indem man sagt: ,Wir sind weiter ungeschlagen.‘ Aber eigentlich kommst du damit nicht voran.“ Ein Sieg hilft da schon deutlich mehr.

Harnik-Comeback im Schatten der Bartels-Rückkehr

Dass sein Comeback trotz des Tores im Schatten der Fin-Bartels-Rückkehr stand, konnte Harnik dabei gut aushalten: „Einen Typen wie Fin muss man einfach mögen. So geht es jedem. Dass bei seiner Einwechslung das ganze Stadion steht, zeigt das auch. Fin hat das verdient.“

Mittlerweile gibt es Berichte, dass der HSV Interesse an Martin Harnik hat und der Werder-Profi bald nicht mehr an der Weser, sondern Elbe kicken könnte.

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