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Max Kruse erzielte gegen den FC Augsburg das 1:0 und war an mehr Torschüssen beteiligt als jeder andere Bremer.

Daten vom Institut für Spielanalyse

MIP gegen Augsburg: Kruse lässt nach Selbstkritik Taten folgen

Vor einer Woche zeigte sich Max Kruse sehr selbstkritisch nach dem 1:1 gegen den 1. FC Nürnberg, war mit seiner bisherigen Leistung in der Saison nicht zufrieden. Nun ließ er Taten folgen. Der Kapitän war der Most Involved Player (MIP) der Bremer beim 3:2-Sieg gegen den FC Augsburg.

Kruse hatte selbst das erste Tor des Spiels erzielt. Nach einer Bilderbuch-Flanke von Florian Kainz köpfte der 30-Jährige aus kurzer Distanz ein. An acht Torschüssen war Kruse am Ende beteiligt, unter den Bremern der höchste Wert, wie ein Blick auf die Daten des Instituts für Spielanalyse verrät. Startelf-Rückkehrer Kainz war an insgesamt fünf Torschüssen beteiligt - ein gutes Comeback für den Österreicher. Für den Spitzenwert in der Partie sorgte aber Augsburgs Ja-Cheol Koo mit insgesamt 10 Torschuss-Beteiligungen. Auf einen noch höheren Wert kam am vierten Spieltag lediglich Kai Havertz von Bayer 04 Leverkusen (11).

Eine zentrale Rolle in der Bremer Offensive spielte gegen Augsburg auch Claudio Pizarro bei seinem ersten Startelf-Einsatz der Saison. Als Mittelstürmer war der bald 40-Jährige sehr umtriebig, beim Distanz-Hammer von Maximilian Eggestein zum 2:0 leistete er die Vorarbeit, außerdem war er an drei weiteren Torschüssen und 40 Ballkontrollphasen seines Teams beteiligt. Ein gutes Bewerbungsschreiben für weitere Einsätze.

Mit Ludwig Augustinsson, Davy Klaassen und Kainz war die linke Seite spielstark und offensiv besetzt. Das schlägt sich auch in den Episoden-Beteiligungen (Beteiligung an Ballkontrollphasen) am vierten Spieltag nieder. Linksverteidiger Augustinsson war am meisten eingebunden (68 Episoden), dahinter folgen Achter Klaassen (54) und Außenstürmer Kainz (44). Zum Vergleich: Ligaweiter Spitzenreiter in puncto Episoden-Beteiligung war der Wolfsburger Robin Knoche (105). Klaassen rundete zudem seinen Auftritt mit dem Siegtreffer ab. Als Augsburgs Torhüter Fabian Giefer unglücklich einen Ball von Kruse durch die Hosenträger hatte schlüpfen lassen, war der niederländische Neuzugang da und staubte ab.

Was ist eine Episode?

Wann immer der Ball von einem Team kontrolliert wird, nennen die Experten des Instituts für Spielanalyse diese Phase Episode. Und genau diese wird auf read-the-game.com in jeder Partie mitgezählt – voll automatisiert. Aneinander gereiht und ergänzt mit den Episoden des Gegners sowie der Chaos-Phasen, in denen keine Mannschaft den Ball unter Kontrolle hat, ergibt sich ein detailliertes Bild eines Spiels. Betrachtet und vergleicht man diese Episoden einer Partie mit denen einer ganzen Saison, erhält man ein Profil davon, wie Mannschaften Fußball spielen und zu Torerfolgen kommen. Es wird also die Leistung hinsichtlich der Beteiligung von Spielern normiert.

Mehr zum MIP und weitere Bundesliga-Statistiken gibt es auf read-the-game.com.

(han)

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