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Milot Rashica erzielte das wichtige 2:1 für Werder Bremen gegen den 1. FC Köln - und bejubelt ausgelassen seinen Treffer.

Erstes Heimspiel, erstes Tor

Rashicas doppelte Premiere

Bremen - Auf einmal musste er da sein. Milot Rashica hatte sich schon auf ein weiteres Spiel auf der Ersatzbank eingestellt, als plötzlich das Zeichen von Trainer Florian Kohfeldt kam: Du spielst!

Weil Philipp Bargfrede kurz vor dem Anpfiff passen musste und Aron Johannsson über muskuläre Probleme klagte, kam der junge Stürmer zu seinem ersten Einsatz im Weserstadion. Nervös war er nicht, sagte Rashica, dafür fehlte die Zeit. Aber einen Auftrag, der genau genommen eine Vorsehung war, nahm er mit ins Spiel. „Der Trainer hat mir gesagt, dass ich treffen werde“, berichtete der 21-Jährige nach dem Spiel und ergänzte lachend: „Er hat Recht behalten.“

In der 58. Minute erzielte Rashica in seinem ersten Heimspiel sein erstes Tor für Werder. Geht’s noch besser? Nein, geht es nicht. „Ich bin sehr glücklich heute“, sagte der Kosovare nach seiner doppelten Premiere: „Aber nicht nur für mich, sondern für alle, die mir geholfen haben, mich hier einzugewöhnen.“

Rashica bedankt sich bei Orakel Kohfeldt

Dass diese Phase etwas gedauert hat, sei normal, das wurde Rashica von vielen Seiten bestätigt. Die Umstellung von der Eredivisie in den Niederlanden zur Bundesliga ist eine Herausforderung. „Vor allem das Tempo ist anders, hier ist alles schneller“, sagt der Mann, für den Werder im Winter 7,5 Millionen Euro hingelegt hat, der bislang aber noch nicht zurückgezahlt hat.

Gegen Köln wurde nun der Anfang gemacht. Und Rashica lief beim Torjubel zu Coach Kohfeldt, bedankte sich für „die Chance, die er mir gegeben hat“. Und für das Orakel. Dass sich das erst verspätet und nach einer vergebenen Großchance erfüllte, kann vernachlässigt werden. Rashica: „Keine Ahnung, wieso ich die erste Chance vergeben habe. Aber zum Glück hat es ja noch geklappt. Es war schön, mit den Fans zu feiern.“

Beinahe wäre es aber gar nicht so weit gekommen. „Viel Zeit hatte er nicht mehr für sein Tor“, gestand Trainer Florian Kohfeldt und schmunzelte. Der Coach hatte am Spielfeldrand beim Treffer seines Stürmers die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen, weil Rashicas Auswechslung längst beschlossen gewesen war. Der Angreifer hatte nach einem Schlag unterhalb der Kniekehle muskuläre Probleme. Ishak Belfodil stand als Ersatz schon fertig bereit. Dann traf Rashica zum 2:1. „Manchmal muss man eben zu seinem Glück gezwungen“, sagte Kohfeldt und wusste: Im Fall Rashica hatte ihm das gleich zweimal geholfen – erst vor dem Spiel, dann vor dem Tor.

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Werder Bremen gegen 1. FC Köln
Werder Bremen gegen 1. FC Köln © Gumz
Milos Veljkovic schießt Werder in der 33. Minute mit 1:0 in Führung.
Milos Veljkovic schießt Werder in der 33. Minute mit 1:0 in Führung. © nordphoto
Werder Bremen gegen 1. FC Köln
Werder Bremen gegen 1. FC Köln © Gumz
Werder Bremen gegen 1. FC Köln
Werder Bremen gegen 1. FC Köln © Gumz
Werder Bremen gegen 1. FC Köln
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Rashica schießt Werder in der 58. Minute zur 2:1 Führung.
Rashica schießt Werder in der 58. Minute zur 2:1 Führung. © Gumz
Werder Bremen gegen 1. FC Köln
Werder Bremen gegen 1. FC Köln © Gumz
Werder Bremen gegen 1. FC Köln
Werder Bremen gegen 1. FC Köln © Gumz
Maximilian Eggestein macht in der 89. Minute mit dem 3:1 den Deckel drauf.
Maximilian Eggestein macht in der 89. Minute mit dem 3:1 den Deckel drauf. © nordphoto

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