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Milos Veljkovic (Mitte) erwischte gegen Bayer Leverkusen einen rabenschwarzen Tag.

Schwacher Auftritt in Leverkusen

Plötzlich wackelt Veljkovic

Leverkusen - Vier Gegentore hat Werder beim Pokal-Aus in Leverkusen kassiert, und viermal sah Milos Veljkovic dabei schlecht, nicht gut, oder zumindest unglücklich aus.

Kurz: Es war ein rabenschwarzer Abend für den Bremer Innenverteidiger, der seit einigen Wochen ungewohnt fehlerhaft agiert. Das dürfte auch Trainer Florian Kohfeldt nicht entgangen sein. Dennoch nahm er den 22-Jährigen nach dem Schlusspfiff in Schutz. „Er hat insgesamt gerade in der Spieleröffnung wieder ein sehr gutes Spiel gemacht“, sagte Kohfeldt und sorgte damit für kurzes Stirnrunzeln in der kleinen Bremer Journalistenrunde. „Wenn wir uns alle vier Gegentore angucken, dann werden wir mit Sicherheit für jedes einen Grund finden“, räumte Kohfeldt ein. Der Name Veljkovic dürfte dabei mehrfach auftauchen.

Kohfeldt: „Ich mache mir um Milos keine Sorgen“

Beim ersten Gegentreffer machte er streng genommen das Zentrum auf, durch das Vorbereiter Dominik Kohr entwischte, beim zweiten ließ er Julian Brandt unbedrängt zum Abschluss kommen. Vor Leverkusens 3:2 verlor der Serbe das entscheidende Kopfballduell gegen Lucas Alario, beim 2:4 hob er das Abseits auf. Es waren ungewöhnliche Szenen für Veljkovic, der bei Werder gerade wegen seiner Sicherheit, seiner seriösen und unauffälligen Spielweise zu Recht hohes Ansehen genießt.

„Er ist mit seiner spielerischen Qualität ein wichtiger Faktor in unserem Spiel“, betonte Kohfeldt. Allerdings ein Faktor, der seit ein paar Wochen wackelt. Schon beim 2:4 in München sah der Abwehrspieler in einigen Momenten nicht gut aus. „Ja, da hatte er zwei Dinger, die besser zu verteidigen gewesen wären“, sagte Kohfeldt – wollte aber keine allgemeine Diskussion um die Stabilität seines Spielers zulassen: „Ich mache mir um Milos überhaupt keine Sorgen. Er wird stabil bleiben.“

Gut möglich, dass der Coach damit Recht behält. Genauso gut möglich ist es aber, dass Neuzugang Sebastian Langkamp schon ziemlich bald sein Debüt in Werders Startelf feiert.

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Was war das für eine verrückte Anfangsphase?! Schon in der 4. Minute traf Max Kruse vom Elfmeterpunkt, nachdem Jonathan Tah in zu Fall gebracht hatte.
Was war das für eine verrückte Anfangsphase?! Schon in der 4. Minute traf Max Kruse vom Elfmeterpunkt, nachdem Jonathan Tah in zu Fall gebracht hatte. © Gumz
Und es kam noch besser: Drei Minuten später erhöhte Aron Johannsson auf 2:0.
Und es kam noch besser: Drei Minuten später erhöhte Aron Johannsson auf 2:0. © Gumz
Er lupfte die Kugel nach einem feinen Pass von Kruse über Bernd Leno (7.) und bejubelte sein erstes Saisontor.
Er lupfte die Kugel nach einem feinen Pass von Kruse über Bernd Leno (7.) und bejubelte sein erstes Saisontor. © Gumz
Werder spielte richtig guten Kombinationsfußball. So hätte Johannsson in der elften Minute beinahe auf 3:0 erhöht.
Werder spielte richtig guten Kombinationsfußball. So hätte Johannsson in der elften Minute beinahe auf 3:0 erhöht. © Gumz
Der nächste Treffer fiel dann aber auf Seiten der Leverkusener. Julian Brandt verkürzte auf 1:2 (31.).
Der nächste Treffer fiel dann aber auf Seiten der Leverkusener. Julian Brandt verkürzte auf 1:2 (31.). © nordphoto
Bei Werder lief viel über Florian Kainz. In der 39. Minute hämmerte der Österreicher den Ball aus der zweiten Reihe aufs Tor. Leno kratzte die Kugel aber aus dem oberen rechten Eck.
Bei Werder lief viel über Florian Kainz. In der 39. Minute hämmerte der Österreicher den Ball aus der zweiten Reihe aufs Tor. Leno kratzte die Kugel aber aus dem oberen rechten Eck. © Gumz
Es war ein super Fußballspiel in der BayArena. Hier im Duell: Maximilian Eggestein und Kevin Volland.
Es war ein super Fußballspiel in der BayArena. Hier im Duell: Maximilian Eggestein und Kevin Volland. © Gumz
In der zweiten Hälfte wurde Bayer immer stärker und spielte nun deutlich offensiver als in der ersten Halbzeit.
In der zweiten Hälfte wurde Bayer immer stärker und spielte nun deutlich offensiver als in der ersten Halbzeit. © Gumz
Das zahlte sich in der 55. Minute aus und wieder hieß der Torschütze Brandt. Der gebürtige Bremer schlenzte den Ball aus dem Stand ins rechte Eck.
Das zahlte sich in der 55. Minute aus und wieder hieß der Torschütze Brandt. Der gebürtige Bremer schlenzte den Ball aus dem Stand ins rechte Eck. © nordphoto
GER, DFB-Pokal Viertelfinale, Bayer 04 Leverkusen vs Werder Bremen,
Werder kam nun über Konter. Thomas Delaney kam nach Hereingabe von Milot Rashica zum Schuss, der Ball wurde aber noch abgefälscht. © nordphoto
Nach 90 Minuten blieb es beim 2:2 – es ging in die Verlängerung.
Nach 90 Minuten blieb es beim 2:2 – es ging in die Verlängerung. © nordphoto
Rashica hatte in der ersten Hälfte der Verlängerung eine gute Möglichkeit, sein Pass in die Mitte kam aber nicht an.
Rashica hatte in der ersten Hälfte der Verlängerung eine gute Möglichkeit, sein Pass in die Mitte kam aber nicht an. © Gumz
Karim Bellarabi und Kai Havertz stellten in der zweiten Halbzeit der Verlängerung auf den 2:4-Endstand aus Bremer Sicht.
Karim Bellarabi und Kai Havertz stellten in der zweiten Halbzeit der Verlängerung auf den 2:4-Endstand aus Bremer Sicht. © nordphoto
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