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Milot Rashica gelang gegen Hannover 96 sein zweites Saisontor.

„Ich bin sehr glücklich“

Rashica verrät sein Tor-Rezept 

Hannover - Er trug schon den Beinamen „Chancentod“, doch in Hannover hat sich Milot Rashica zurückgemeldet: Sein Treffer sicherte Werder den so wichtigen 1:0-Auswärtssieg bei Hannover 96 und damit einen guten Einstieg in die Rückrunde. Anschließend erklärte Rashica, wie er aus seinem ganz persönlichen Chancen-Tief gekommen ist. 

„Natürlich war das schwer“, erinnerte sich der 22-Jährige an das Ende der Hinrunde. Gegen Hoffenheim und in Leipzig hatte er beste Gelegenheiten ausgelassen, auch deshalb war Werder nicht als Sieger vom Platz gegangen. So verabschiedet sich niemand gerne in die Winterpause, aber Rashica hatte ein einfaches Rezept: „Mal triffst du aus 30 Metern, dann nicht aus zehn Metern. Ich habe einfach versucht, diese Chancen zu vergessen und mich auf die nächsten Aufgaben zu fokussieren.“ Das hat im Kreise der Familie offenbar gut funktioniert. 

Von Kohfeldt zeitweise auf die Tribüne gesetzt

Schon im Trainingslager war kein deprimierter, sondern ein forscher Rashica zu sehen. Der Kosovare hat einen großen Sprung nach vorne gemacht, sich den Stammplatz im linken Angriff gesichert. In Hannover agierte er ziemlich auffällig, arbeitete aber auch ordentlich nach hinten. Eine Geschichte, die nicht immer so war. Zu Beginn der Hinrunde hatte ihn Trainer Florian Kohfeldt wegen großer defensiver Probleme zeitweise sogar auf die Tribüne gesetzt. „Es war wirklich schwierig für mich, als ich zu Werder kam, es war ein großer Unterschied“, erinnerte sich Rashica an seinen Wechsel an die Weser vor gut einem Jahr aus der niederländischen Eredivisie. Bei Vitesse Arnheim musste der Angreifer nur stürmen, bei Werder musste der 7,5-Millionen-Euro-Einkauf aber auch verteidigen. „Ich verstehe immer besser, was der Trainer möchte“, meinte Rashica und lächelte zufrieden.

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Aber natürlich sind für ihn eigene Tore noch wichtiger. Am zweiten Spieltag hatte er Werder in der letzten Sekunde mit seinem Freistoß-Tor noch einen Punkt gerettet. Auf seinen zweiten Treffer musste er bis jetzt in Hannover warten. Dafür war es viel einfacher. Nach einer abgewehrten Harnik-Chance musste Rashica die Kugel nur noch über die Linie drücken. Aber es gibt nicht wenige Stürmer, die in einer persönlichen Torflaute genau so eine Chance verdaddelt haben. Rashica vollstreckte eiskalt und gestand: „Ich bin sehr glücklich. Die Punkte sind sehr wichtig für uns. Und das Tor wird mir Selbstvertrauen geben.“

„Ein dreckiges Tor“

Rashica hätte durchaus noch häufiger zulangen können, aber ein echter Killer vor dem Gehäuse ist er noch immer nicht. Doch daran wird gearbeitet. „Wir machen das in jedem Training – speziell wir Stürmer“, berichtete Rashica und nannte ein weiteres Erfolgsrezept: „Ich weiß, dass die Chancen wiederkommen, wenn du hart arbeitest. Und die Chancen sind wiedergekommen.“

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Darüber freute sich natürlich auch Kohfeldt. „Das hat sich der Junge einfach verdient“, meinte der Coach und betonte: „Das Schönste war, dass es ein dreckiges Tor war. Er musste keinen Ball in den Winkel hauen oder den Torwart ausspielen. Er stand einfach da und hat den Fuß hingehalten – wunderbar, ein schönes Tor. Auch das ist eine Qualität eines Stürmers.“ Kohfeldt war mit der Defensivleistung des Angreifers ebenfalls sehr zufrieden, aber ein ganz kleines bisschen legte er auch noch den Finger in die Wunde: „Milot muss noch klarer werden vor dem Tor, das hat man heute auch in ein, zwei Situationen gesehen.“ Aber der Weg ist der richtige – es könnte Rashicas Rückrunde werden.

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Hannover 96 gegen Werder Bremen
Hannover 96 gegen Werder Bremen © gumzmedia
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