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Max Kruse steckt im Formtief. Das sah man auch bei der Werder-Niederlage gegen Gladbach.

Nach 1:3-Niederlage gegen Gladbach

Rückendeckung für schwachen Kruse

Bremen - Am Einsatz lag es nicht, er hat versucht, seiner Mannschaft Impulse zu geben - gelungen ist Max Kruse das im Heimspiel gegen Borussia Mönchengladbach allerdings nicht.

Natürlich trug der Kapitän am Ende nicht die alleinige Schuld an Werders dritter Bundesliga-Niederlage in Folge. Was nach dem 1:3 aber blieb, war der Eindruck, dass der 30-Jährige den Bremern in seiner derzeitigen Form nicht helfen kann. Auch Werders Verantwortliche dürften bemerkt haben, dass sich ihr wichtigster Spieler momentan schwer tut. Dennoch stellten sie sich am Samstagabend hinter Kruse - demonstrativ.

„Max hat alles auf den Platz geworfen, was er hatte“, betonte Trainer Florian Kohfeldt, nachdem er auf die Leistung des Stürmers angesprochen worden war. „Ich werde die Niederlage nicht an ihm festmachen.“ Vor der Saison, im Sommer, da habe er mit seinem Kapitän ein Gespräch geführt. Inhalt: „Ich habe ihm gesagt, dass er sich nicht verändern soll.“ Kohfeldt bat Kruse darum, sich „dieses Freche und Unbekümmerte“ zu bewahren, es möglichst auch auf die Mannschaft zu übertragen. „Vielleicht ist davon im Moment etwas verloren gegangen“, räumte der Trainer ein.

Kohfeldt: „Wie Max unter der Dusche aussieht, weiß ich nicht“

Angesichts von Kruses bisheriger Ausbeute in dieser Saison wäre das kein Wunder. Nach nun elf Spielen bringt es der Linksfuß lediglich auf zwei Tore und zwei Vorlagen. Das ist zwar nicht erschreckend schlecht, aber es ist auf jeden Fall ausbaufähig - und um ganz ehrlich zu sein: Für einen Spieler mit der Qualität und den Ansprüchen Kruses ist es zu wenig. Die große Frage ist, was Kruse in seinem Spiel hemmt.

Seit der ehemalige Nationalspieler im Sommer 2016 nach Bremen zurückgekehrt ist, begleitet ihn eine jährlich wiederkehrende Diskussion - die um seinen Fitnesszustand. Wer den Angreifer in diesen Tagen während eines Spiels auf dem Platz sieht, kann tatsächlich den Eindruck bekommen, Kruse sei nicht völlig austrainiert, habe womöglich das eine oder andere Kilo zu viel auf den Rippen. Kohfeldt verwies am Samstag auf Kruses Laufwerte. „Die sprechen nicht dafür. Sie sind nicht gravierend schlechter als im letzten Jahr“, sagte der Trainer. „Und wie Max unter der Dusche aussieht, weiß ich nicht, weil ich nicht mit den Jungs dusche.“

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Kohfeldt: „Werde zu 1000 Prozent zu Max stehen“

Klar ist: Werder will seinen Kapitän wieder da hinbekommen, wo er schon einmal war. „Wir sind alle gefordert, ihn besser in die Positionen zu bringen“, sagte Sportchef Frank Baumann. „Er muss sich das erarbeiten, das macht er, und deswegen ist das für mich nur eine Frage der Zeit, bis er wieder die Scorerpunkte einsammelt.“ Kruse selbst wollte das nach dem Gladbach-Spiel gar nicht in den Vordergrund stellen. „Ich versuche, meine Arbeit zu machen, mich auf die Mannschaft zu konzentrieren und vorneweg zu gehen“, sagte er. Und: „Ob ich dann Tore dazu beitrage oder nicht, spielt keine Rolle.“

Nachdem es mit Zählbarem für Kruse gegen seinen Ex-Verein Gladbach also nicht geklappt hat, bietet sich ihm in zwei Wochen gegen seinen anderen Ex-Verein Freiburg die nächste Gelegenheit. Vielleicht tut die Länderspielpause dem Stürmer ja ganz gut. Für Kohfeldt ist so oder so klar: „Ich werde zu 1000 Prozent zu Max stehen, das werden wir gemeinsam wieder hinkriegen.“

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Werder Bremen gegen Borussia Mönchengladbach
Werder Bremen gegen Borussia Mönchengladbach © gumzmed ia
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