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Sebastian Langkamp durfte gegen Hannover 96 anstelle von Milos Veljkovic in der Werder-Innenverteidigung ran.

Wer darf neben Moisander ran?

Langkamp gegen Veljkovic: Der Zweikampf geht weiter

Bremen – Neulich hat Sebastian Langkamp etwas gelesen, was ihm gar nicht gefallen hat. „Ich soll der langsamste Innenverteidiger bei uns sein“, berichtet der Werder-Profi und fügt umgehend an: „Ich glaube, dass ich zu den schnelleren gehöre.“

Soll bloß keiner diesen Langkamp unterschätzen. Schließlich hat sich der 31-Jährige gegen den deutlich jüngeren Milos Veljkovic (23) behauptet, stand auch nach dessen Genesung beim Rückrunden-Start in Hannover in der Startelf. Ob es so bleibt?

„Basti hat sich nicht festgespielt, Milos ist nicht raus. Es wird eine Trainingswochen-Entscheidung“, kündigt Coach Florian Kohfeldt an und gesteht: „Es ist nicht meine Wunschvorstellung, jede Woche meine Viererkette zu verändern.“ Denn so eine Abwehr ist ein sensibles Konstrukt, bei dem die Abstimmung ganz wichtig ist. „Wir sind auf einer Wellenlänge“, sagt Langkamp da nicht ganz uneigennützig über Nebenmann Niklas Moisander.

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Kohfeldt deutet schon den nächsten Wechsel an

Der Finne ist als linker Innenverteidiger „gesetzt“, wie Kohfeldt betont. Daneben galt das in der Hinrunde auch für Veljkovic, der immerhin mit Serbien bei der WM gespielt hat. Eine Verletzung am Ende der Hinrunde kostete ihn schließlich den Stammplatz. Kohfeldt wollte es belohnen, dass Langkamp den Job als Vertreter gut gemacht hat. Außerdem habe der Ex-Berliner mit seinen 1,91 Metern Körpergröße (drei Zentimeter mehr als Veljkovic) ganz gut zu den hohen Chip-Bällen der Hannoveraner gepasst. „Basti hat kein schlechtes Spiel gemacht“, urteilt Kohfeldt.

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Er erwähnt dabei „zwei Wackler in der Spieleröffnung“, hebt aber auch Langkamps Konsequenz in engen Situationen hervor: „Die ist wichtig für uns.“ Gleichzeitig macht der Coach dem Kontrahenten Veljkovic Mut: „Wenn Milos die nächsten Wochen weiter so trainiert wie in der letzten Woche, dann wird das kein Dauerzustand für ihn sein.“ Da deutet sich schon ein bisschen der nächste Wechsel an – wahrscheinlich schon am Samstag, wenn die schnellen Frankfurter ins Weserstadion kommen.

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