+
Kevin Möhwald vertrat gegen Mainz 05 Philipp Bargfrede und Nuri Sahin in der Werder-Startelf.

Werder-Profi wäre gerne aktiver gewesen

Ein seltenes Erlebnis für Möhwald

Bremen – Sonderlich müde wirkte Kevin Möhwald nicht, dabei steckten dem Werder-Profi am Sonntagmorgen eigentlich gleich zwei Energiefresser in den Knochen: seine ersten 90 Spielminuten am Stück in diesem Jahr und die Zeitumstellung.

„Alles ganz normal“, sagte der 25-Jährige am Tag nach dem 3:1-Heimsieg gegen Mainz und betonte: „Ich spiele doch sehr, sehr gerne.“ Nur darf er das bei Werder eher selten. Die Konkurrenz im Mittelfeld ist noch zu stark – und Möhwald schaffte es am Samstag im Gegensatz zu seinen Kurzeinsätzen auch nicht, groß Werbung für sich zu betreiben.

Möhwalds Konkurrenten kehren zurück

„Ich habe schon bessere Spiele gemacht, aber auch schlechtere“, urteilte Möhwald: „Ich wäre gerne noch etwas aktiver und aggressiver gewesen.“ Als Achter schwamm er mehr mit, als Akzente zu setzen. Oftmals hakte auch das Zusammenspiel mit den Kollegen. Für eine gute Abstimmung reicht das Training allein eben nicht aus. Und das Selbstbewusstsein wächst meistens auch erst mit steigender Spielpraxis. „Es ist gut, Spielrhythmus zu bekommen“, sagte Möhwald und freute sich über den Startelf-Einsatz, es war erst der vierte in dieser Saison.

Der Fünfte wird wahrscheinlich noch etwas auf sich warten lassen, denn Möhwalds Konkurrenten kehren zurück. Die Sperre von Nuri Sahin ist abgelaufen, auch Philipp Bargfrede soll am Mittwoch im Pokal gegen Schalke nach seinen muskulären Problemen wieder dabei sein. Davy Klaassen und Maximilian Eggestein sind ohnehin im Mittelfeld gesetzt. Möhwald schiebt deshalb aber keinen Frust: „So ist das in einer Mannschaft. Und ich habe mich doch durch die Qualität dieser Spieler selbst weiterentwickelt.“

Schon gelesen? Taktik-Analyse: Max Kruse macht den Unterschied - auch aus taktischer Sicht

Er sieht sich auf dem richtigen Weg. Er spüre das Vertrauen des Trainers. „Florian Kohfeldt hat mich auch schon in engen Spielen gebracht.“ Und natürlich jetzt von Beginn an gegen Mainz. Dass dann nicht sofort alles klappen würde, gehöre dazu: „Wir haben gewonnen, das ist viel wichtiger“, hob Möhwald hervor und grinste zufrieden.

Es ist ja auch erst sein erstes Jahr in der Bundesliga. Im Sommer war er von Aufsteiger 1. FC Nürnberg ablösefrei an die Weser gewechselt. Jetzt darf der 25-Jährige sogar von einer Zukunft in Europa träumen. Das könnte durch die höhere Anzahl von Spielen auch seine Einsatzchancen vergrößern. Doch damit wollte sich Möhwald nun wirklich noch nicht beschäftigen: „Wer jetzt schon glaubt, Europa sei sicher, der ist komplett auf dem Holzweg.“

Auch interessant

Neu und nur in der DeichStube!

DIE DEICHSTUBE ALS KOSTENLOSE APP

Die DeichStube gibt es jetzt auch als kostenlose App. Einfach downloaden!

Was denkst Du über den Artikel?

Kommentare