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Wenn Werder Bremen bei Bayer 04 Leverkusen antritt, geht es immer ordentlich zur Sache. 

Werder zu Gast in der BayArena

So liefen die letzten fünf Werder-Spiele in Leverkusen

Von Jan Könemann. Werder Bremen muss am 26. Spieltag bei Bayer 04 Leverkusen antreten. Anstoß ist Sonntagmittag um 13.30 Uhr und Werder darf sich einmal mehr der Unterstützung zahlreicher grün-weißer Anhänger sicher sein. Doch lohnt sich die Fahrt nach Leverkusen überhaupt? Wir blicken für euch auf die letzten fünf Partien von Werder in der BayArena zurück.

DFB-Pokal-Viertelfinale - 6. Februar 2018:  Leverkusen - Werder 4:2 n.V.

Früher Bremer Doppelschlag reicht nicht für den Halbfinal-Einzug

Die Bremer legten los wie die Feuerwehr. Bereits in der vierten Spielminute gingen die Gäste durch einen Elfmeter von Max Kruse, der zuvor selbst gefoult worden war, mit 1:0 in Führung. Nachdem Pavlenka auf der Gegenseite einen Kopfball von Leo Bailey überragend hielt, kam es noch besser. Nach einer tollen Kombination über Zlatko Junuzovic und Kruse blieb Aron Johannsson vor Bernd Leno ganz cool und lupfte zum 2:0 für Werder ein (8.).Die Grün-Weißen hatten die Leverkusener Offensive bis zur 31. Spielminute gut im Griff. Dann hebelte die „Werkself“ das Bremer Pressing aus, sodass Julian Brandt am Ende nur noch einschieben musste. 

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Brandt war es auch, der nach der Pause das 2:2 für Bayer erzielte (55.). Trotz Chancen auf beiden Seite ging es in die Verlängerung. Hier passierte bis zur 111. Spielminute nicht viel, ehe Karim Bellarabi die Gastgeber mit dem 3:2 erlöste. Kai Havertz machte in der Schlussphase den Deckel endgültig drauf (118.), sodass Werder nach einer guten Leistung im Viertelfinale ausschied.

Tore: 0:1 Kruse FE (4.), 0:2 Johannsson (8.), 1:2 ; 2:2 Brandt (31. und 55.), 3:2 Bellarabi (111.), 4:2 Havertz (118.)

Aron Johannsson (r.) bringt Werder im DFB-Pokal-Viertelfinale in der 8. Spielminute bereits mit 2:0 in Führung - am Ende verlieren die Bremer 2:4 nach Verlängerung und scheiden aus.

Bundesliga - 13. Dezember 2017: Leverkusen - Werder 1:0

Verdienter Sieg für die „Werkself“

Werder wollte nach dem 2:1-Auswärtssieg bei Borussia Dortmund in Leverkusen für die nächste Überraschung sorgen. Doch die Gäste hatten von Beginn an Probleme im Spielaufbau und schafften und nicht, gefährlich vor das Tor der Leverkusener zu kommen. Anders die Gastgeber. In der 11. Spielminute setzte sich Leon Bailey auf dem linken Flügel gegen Theodor Gebre Selassie durch und fand in der Mitte Lucas Alario, der nach einem unglücklichen Klärungsversuch von Lamine Sané aus kurzer Distanz einschieben konnte. Auch in der Folge war Leverkusen die klar bessere Mannschaft, die es aber verpasste, weitere Treffer nachzulegen. So blieb Werder zwar bis zum Ende im Spiel, aber wirklich gefährlich kamen die Mannen von Trainer Florian Kohfeldt nicht vor das Tor. Am Ende setzte es eine verdiente 0:1-Niederlage, die dank Werder-Keeper Jiri Pavlenka und der Leverkusener Abschlussschwäche nicht höher ausfiel.

Tore: 1:0 Alario (11.)

Bundesliga - 10. März 2017: Leverkusen - Werder 1:1

Wiedwald hält Elfmeter in der Nachspielzeit

Werder begann selbstbewusst in der BayArena und spielte von Beginn an mutig nach vorne, doch das erste Tor des Abends schossen die Gastgeber. Nach einem Schuss von Julian Brandt aus gut 21 Metern, der an die Unterkante der Latte klatschte, war Kevin Volland zur Stelle und köpfte den Ball aus kurzer Distanz über die Linie. Die Gäste ließen sich durch den frühen Rückstand nicht beeindrucken, schafften es aber zu selten zwingend vor das Tor zu kommen. 

Nach der Pause drückte die „Werkself“ zunächst auf das 2:0, das Werder-Keeper Felix Wiedwald mit einer starken Fußabwehr verhinderte (49.).In der Folge entwickelte sich ein Spiel auf Augenhöhe, ehe Werder mit der Einwechslung von Claudio Pizarro die Schlussoffensive einläutete. Der Peruaner war sofort im Spiel und traf wenige Augenblicke später zum 1:1 (79.), indem er einen Schuss von Robert Bauer mit dem Oberschenkel ins lange Eck abfälschte. Die Aktion des Spiels folgte aber erst in der Nachspielzeit: nach einem Foul von Maximilian Eggestein an Benjamin Henrichs gab es Elfmeter für Leverkusen. Werder-Keeper Felix Wiedwald hielt den schwach geschossenen Elfmeter von Ömer Toprak und wurde damit zum Held des Spiel. Direkt danach pfiff der Schiedsrichter ab.

Tore: 1:0 Volland (7.), 1:1 Pizarro (79.)

Bundesliga - 2. März 2016: Leverkusen - Werder 1:4

Pizarro führt Werder mit Dreierpack zum Sieg

Die Mannschaft von Trainer Viktor Skripnik begann richtig stark und ging bereits in der Anfangsphase in Führung. Fin Bartels schoss nach einem Freistoß von Zlatko Junuzovic aus 16 Metern das 1:0 für Werder (5.). In der zweiten Halbzeit folgte dann die große Show des Claudio Pizarro. Zunächst nahm der Peruaner einen Fehlpass von Roberto Hilbert auf, lief alleine auf Bayer-Keeper Bernd Leno zu und überwand diesen per Lupfer zum 2:0 (55.). Nach einem Foul an Zlatko Junuzovic im Strafraum entschied der Schiedsrichter zu recht auf Elfmeter für Werder.

Pizarro nahm sich der Sache an und verwandelte sicher zum 3:0 (65.). Auch das zwischenzeitliche Eigentor von Bremens Papy Djilobodji zum 1:3 (69.) brachte der „Werkself“ nicht den nötigen Schwung für die große Aufholjagd. So war es Claudio Pizarro vorbehalten, für den Schlusspunkt zu sorgen. In der 84. Spielminute setzte er sich am ersten Pfosten geschickt gegen Robbie Kruse durch und köpfte das 4:1 für Werder. Durch den Auswärtssieg in Leverkusen verließ Werder den Relegationsplatz.

Tore: 0:1 Bartels (5.), 0:2 ; 0:3 ; 1:4 Pizarro (55. / 65. / 84.), 1:3 Djilobodji ET (69.

Werder-Stürmer Claudio Pizarro führt die Bremer mit einem Dreierpack zum Auswärtssieg in der Bayarena - hier trifft der Peruaner per Elfmeter zum zwischenzeitlichen 3:0.

DFB-Pokal-Viertelfinale - 9. Februar 2016: Leverkusen - Werder 1:3

Obwohl Werder im Viertelfinale des DFB-Pokals von Beginn an gut im Spiel war, mussten die Mannen von Trainer Viktor Skripnik einem Rückstand hinterherlaufen. Nach einem Fehlpass von Levin Öztunali drang Stefan Kießling in den Bremer Strafraum ein und wurde von Alejandro Galvez elfmeterreif gefoult. Der Mexikaner Chicharito verwandelte den Strafstoß sicher zum 1:0 für Bayer (21.). Werder ließ sich durch den Rückstand nicht entmutigen und konnte noch vor der Pause ausgleichen. Nach einer Freistoß-Flanke von Florian Grillitsch kam Fin Bartels zum Abschluss und Santiago Garcia lenkte die Kugel hoch ins linke Eck (31.). Es kam noch besser für Werder. Leverkusens Wendell foulte Fin Bartels als letzter Mann - rot für Wendell und Elfmeter für Werder. Claudio Pizarro trat an und verwandelte sicher ins rechte Eck zum 2:1 für die Gäste (42.). 

Leverkusen drängte nach der Pause auf den Ausgleich. Werder verteidigte leidenschaftlich und suchte seine Chancen im Konterspiel. In der Schlussphase sorgte so ein Konter für die Entscheidung. Pizarro schickte Öztunali über rechts auf die Reise, dieser legte quer auf Pizarro, dessen Schuss geblockt wurde - direkt vor die Füße von Grillitsch, der aus Abseitsposition zum 3:1 ins leere Tor einschob (82.). Trotz dieses irregulären Treffers zog Werder am Ende verdient in das Halbfinale ein.

Tore: 1:0 Chicharito FE (21.), 1:1 Garcia (31.), 1:2 Pizarro FE (42.), 1:3 Grillitsch (82.)

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