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Torwart Stefanos Kapino und Werder-Trainer Florian Kohfeldt verstehen sich gut.

Torwart stellt trotz guter Premiere keine Ansprüche

Kapinos Kurzausflug ins Rampenlicht

Bremen – Mal ist es Basketball. Mal ist es Tischtennis. Jeweils eins gegen eins, denn die beiden Männer messen sich gerne.

„Kleine Spiele“ nennt Florian Kohfeldt das, immer mal wieder eingestreut zur Abwechslung während eines Trainingstages, und Werders Coach spielt sie häufig mit Stefanos Kapino, seinem Ersatztorhüter. „Weil er in der Regel verliert“, verriet Kohfeldt am Samstagabend nach dem 2:1 gegen Freiburg mit einem breiten Lächeln. Der Widerspruch ließ nicht lange auf sich warten.

„Der Trainer lügt. Ich gewinne zu 100 Prozent“, betonte Kapino am Sonntag und war bemüht, bei diesem Satz entrüstet zu klingen. Es klappte nicht. Der 25-Jährige musste lachen. Denn von der Bewertung der sportlichen Wettkämpfe einmal abgesehen, versteht er sich gut mit seinem Trainer. Sehr gut sogar. Das war an weiteren Sätzen abzulesen, die Kapino am Tag nach dem Freiburg-Spiel sagte.

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Kapino: Pavlenka-Vertretung wohl einmalige Sache

Der Grieche hatte gegen die Breisgauer nicht nur sein Pflichtspieldebüt für Werder gegeben. Er hatte auch erstmals seit März 2018 wieder in einem Ligaspiel auf dem Platz gestanden – und seine Sache dabei sehr gut gemacht. Nachdem Stammkeeper Jiri Pavlenka verletzt hatte in der Kabine bleiben müssen, half Kapino mit seinen Paraden dabei mit, dass die Bremer einen ganz wichtigen Erfolg im Rennen um Europa einfahren konnten.

Seine eigene Leistung wollte er im Nachgang aber gar nicht großartig thematisieren. „Es war ein gutes Spiel von mir, aber es war nicht alles, was ich kann“, sagte er nur. Davon, dass er gegen die Bayern wieder im Bremer Tor steht, geht der Grieche nicht aus: „Nein. Ich denke, mit Pavlas ist alles okay.“ Kapino richtete den Blick lieber auf das große Ganze. Und Kohfeldt.

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Kapino will noch „viele Jahre“ bei Werder Bremen bleiben

„Der Trainer spricht viel mit mir. Er hat für die Mannschaft und auch für mich sehr große Bedeutung“, sagte Kapino, dem es vielleicht auch deshalb nicht allzu viel ausmacht, hinter Pavlenka nur die Nummer zwei zu sein. „Ich merke ja, dass ich mich hier gut entwickeln kann. Ich bin schon ein viel besserer Torhüter geworden, seit ich bei Werder bin“, sagte er – und betonte: „Mein Ziel ist es, noch viele Jahre in Bremen zu bleiben.“ Und wer weiß? Sollte Pavlenka im Sommer gehen, könnte die große Stunde des Griechen bei Werder schlagen.

„Kapi hat gegen Freiburg gezeigt, dass er ein sehr guter Torwart ist“, sagte Kohfeldt über den Ersatzmann, „und das freut mich für ihn, weil er in der Mannschaft sehr beliebt ist und viel für die Gruppe tut.“ Und sei es, gegen den Trainer beim Tischtennis oder Basketball zu verlieren.

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