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Werder-Coach Kohfeldt warnt seine Jungs davor, gegen den SC Freiburg nicht in die Überheblichkeitsfalle zu laufen.

Vor der Partie gegen den SC Freiburg

Die Stolperfalle vor den Highlights

Bremen – Es laufen die Highlight-Wochen bei Werder Bremen. Zuletzt der Eggestein-Doppelpack mit den neuen Verträgen für das Bruder-Duo, demnächst der Bayern-Doppelpack mit den Spielen in der Liga sowie im DFB-Pokal-Halbfinale – es sind Ereignisse, die elektrisieren. Und mittendrin: der SC Freiburg.

Kein Club, den man als Gegner gemeinhin als glamourös einordnen würde, und Spiele gegen ihn werden im Vorfeld auch selten bis nie als Highlight etikettiert. Doch genau darin liegt für den SV Werder heute (15.30 Uhr, Weserstadion, DeichStuben-Liveticker) die Gefahr. Die Versuchung, Freiburg als „Zwischendurchaufgabe“ anzusehen, ist natürlich da. Doch wer so denkt, riskiert es, böse auf die Nase zu fallen.

Chance, etwas großes zu erreichen

Werder-Trainer Florian Kohfeldt verspricht, dass sein Team nicht in diese Überheblichkeitsfalle tappen wird. Denn für die Profis und ihn selbst ist die aktuelle Situation nicht von den Eggestein-News und der Vorfreude auf die Bayern geprägt, sondern von der Chance, in der Bundesliga etwas Großes zu erreichen. „Jeder von uns weiß, dass alles, was in den letzten Wochen positiv war, nicht mehr zählt, wenn du so ein Spiel gegen Freiburg nicht gewinnst. Mein Gefühl ist auch nicht, dass ich irgendwen dazu drängen muss, den Fokus auf dieses Spiel zu legen. Wir alle werden zu hundert Prozent da sein. Da mache ich mir gar keine Gedanken“, sagt der 36-Jährige und pinselt mit Worten dann doch ein bisschen Glitzer auf die Begegnung: „Samstag, 15.30 Uhr, beste Zeit, das Stadion ist ausverkauft – für mich gibt es nicht viel, das mehr Glamour hat als so ein Spiel.“

Für den Glanz ist – nimmt man die bisherigen Resultate der Rückrunde als Bewertungsgrundlage – allerdings eher Werder zuständig. Noch keine Niederlage in 2019, elf von 15 möglichen Heimpunkten geholt, das ist das, was die Bremer zu bieten haben. Freiburg, das auf den Ex-Bremer Nils Petersen (Muskelfaserriss) verzichten muss, ist dagegen kein Team, das auswärts Angst und Schrecken verbreitet. Nur drei Punkte aus sechs Partien in der Fremde haben die Breisgauer seit dem Jahreswechsel geholt. Wenig, wenig.

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Und mehr soll es aus Bremer Sicht sowieso nicht werden. Dafür steht Coach Kohfeldt beinahe der komplette Kader zur Verfügung. Einzig Philipp Bargfrede und Fin Bartels fehlen. Yuya Osako ist dagegen nach seinem Comeback am vergangenen Spieltag wieder ein Kandidat für die Startelf. Möglich, dass er die Position des in Gladbach nicht überzeugenden Johannes Eggestein im Angriff übernimmt.

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